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Norddeutschland Bischof Ulrich: Flüchtlingshilfe ist eine Pflicht für Christen
Nachrichten Norddeutschland Bischof Ulrich: Flüchtlingshilfe ist eine Pflicht für Christen
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21:17 08.12.2015
Gerhard Ulrich, Landesbischof der Nordkiche. Quelle: dpa

Die Nordkirche sieht in der Flüchtlingshilfe eine ihrer Kernaufgaben. „Die Sorge um die Fremden gehört für die Christenmenschen ins Zentrum ihres Glaubens und für die christlichen Kirchen ins Zentrum ihres Auftrags“, sagte Landesbischof Gerhard Ulrich gestern in Hamburg. Christen seien zum Helfen verpflichtet: „Wir glauben, dass in den Schwachen, also in diesem Fall in den Flüchtlingen und den Notleidenden, in den Fremden, die in Not geraten sind, uns Gott selbst begegnet.“ Christenmenschen müssten denen die Tür öffnen, die um Schutz bitten. Zurzeit engagieren sich in der Nordkirche rund 12 000 Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Auch 250 Hauptamtliche widmeten einen Teil ihrer Arbeitszeit dieser Aufgabe, sagte Ulrich. In Schleswig-Holstein helfen demnach 3000 bis 5000 unentgeltlich, in Hamburg 6000 bis 7000 und in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 2000. Etwa jede vierte der 1000 Gemeinden sei in der Flüchtlingshilfe aktiv.

Die Diakonie und ihre Mitgliedsorganisationen seien besonders in der Begleitung und Beratung von Flüchtlingen tätig, erklärte Hamburgs Landespastor Dirk Ahrens. Junge Männer seien besonders ungeduldig, wenn sie monatelang nur in ihren Unterkünften warten müssten. Die Beratung dieser Menschen sei ganz zentral. Die schleswig-holsteinische Landesregierung habe das erkannt und die Zuschüsse erhöht. Das wünsche sich die Diakonie in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern auch.

Die Zusammenarbeit mit den Hamburger Behörden könnte laut Ahrens noch verbessert werden. Die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Dietlind Jochims, beklagte eine zunehmend flüchtlingsfeindliche Stimmung, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern.

LN

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