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Norddeutschland Blitzmarathon im Land: Über 5000 Verkehrssünder
Nachrichten Norddeutschland Blitzmarathon im Land: Über 5000 Verkehrssünder
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14:52 22.04.2016
Regine Persson (l.) und Annika Cesartz (Beamte beim Autobahnrevier Scharbeutz) haben in der in der Mühlenstraße in Bad Schwartau geblitzt. Quelle: Burow
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Schleswig-Holstein

In 5087 Fällen (2014 waren es 4644) lag die gemessene Geschwindigkeit über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Daraus ergibt sich eine Beanstandungsquote von 5,55 %. Damit liegt die Beanstandungsquote über dem Wert des Jahres 2014 (4,71 %). Sie ist deutlich niedriger als an durchschnittlichen Tagen. Dies führt die Landespolizei auf die öffentliche Bekanntgabe der Messstellen zurück.

Der Schwerpunkt bei der Auswahl der Messstellen in Schleswig-Holstein lag in diesem Jahr im Bereich von Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen, da schwache Verkehrsteilnehmer bei einem Zusammenprall mit einem Kraftfahrzeug besonders gefährdet sind.

Dennoch wurde auch an diesen sensiblen Orten vielfach zu schnell gefahren. Die höchsten Beanstandungsquoten liegen im innerstädtischen Bereich. Bei erlaubten 50 km/h fuhren 1171 Autofahrer zu schnell. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag dort bei 117 km/h (Fahrzeugführer erwartet eine Geldbuße 480 Euro, drei Monate Fahrverbot und drei Punkte im Verkehrszentralregister). Bei erlaubten 30 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften beanstandete die Polizei das Fahrverhalten von 1089 Verkehrsteilnehmern.

Hier wurde mit 67 km/h der Maximalwert gemessen. Auf der Autobahn 7 fuhr ein Fahrzeugführer statt der im Baustellenbereich bei Kaltenkirchen erlaubten 80 km/h 160 km/h (680 Euro Geldbuße, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte im Verkehrszentralregister).

Blitzmarathon in Lübeck

Blitzmarathon in Ostholstein

Blitzmarathon in Bad Schwartau

Blitzmarathon in Segeberg

Blitzmarathon in Stormarn

Blitzmarathon in Lauenburg

Die Notwendigkeit auch zukünftig, insbesondere an den Orten zu messen, an denen die schwächsten Verkehrsteilnehmer gefährdet sind, zeigt sich in der Auswertung des Ergebnisses. Vielen kontrollierten Fahrerinnen und Fahrern war nicht bewusst, dass ihr Verhalten, auch bei nur geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitungen, ein hohes Gefährdungspotential für Fußgänger und Radfahrer birgt.

Hierzu Innenminister Stefan Studt: „Die Bilanz des Blitzmarathons zeigt, dass diese Maßnahme richtig und wichtig ist. Rasen entscheidet über Leben und Tod. Und jeder Raser ist einer zu viel. Je höher die Geschwindigkeit, desto schwerer sind auch die Unfallfolgen. Dass heute zahlreiche Autofahrer trotz polizeilicher Vorankündigung in die Radarfalle getappt sind, zeigt, dass die Hemmschwelle bei einigen Verkehrsteilnehmern erschreckend niedrig ist. Unser Ziel muss es sein, das Geschwindigkeitsniveau flächendeckend zu senken. Die Verkehrsüberwachung bleibt deshalb eine zentrale Aufgabe der Landespolizei.“

Ziele des bundesweiten Blitzmarathons waren die Senkung des Geschwindigkeitsniveaus sowie die Bewusstmachung der Gefahren unangepasster Geschwindigkeit. Diese Ziele wurden in Schleswig-Holstein erreicht. Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird zusammen mit den kommunalen Partnern auch zukünftig, gerade an solchen Gefahrenpunkten, Geschwindigkeitsmessungen durchführen, um das Gefährdungspotential der schwächsten Verkehrsteilnehmer zu verringern. Zahlen zu einzelnen Messstellen oder Bereichen gibt die Landespolizei nicht heraus.

Im Bereich der Polizeidirektion Lübeck wurden insgesamt 7034 Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. In 523 Fällen (7,44 %) musste überhöhte Geschwindigkeit beanstandet werden.

Unrühmliche „Spitzenreiter“ bei den Geschwindigkeitsmessungen im Bereich der PD Lübeck waren ein Verkehrsteilnehmer, der mit 67 km/h gemessen wurde, wo 30 km/h erlaubt waren, sowie ein Autofahrer, der mit 150 km/h gemessen wurde, wo 100 km/h erlaubt waren.

Beide müssen mit einem Fahrverbot (zwei Monate bzw. ein Monat), mit hohen Geldbußen und mit jeweils zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg rechnen.

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