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22:16 13.02.2018
Kiel

CDU-Ministerpräsident Daniel Günther überreichte Heinold gestern Blumen und die Ernennungsurkunde. Die Grünen-Politikerin war zwar schon letzte Woche im Kabinett zur Vize-Chefin ernannt worden. Wegen der GroKo-Verhandlungen in Berlin war aber keine Zeit für den kleinen Festakt geblieben. Günther würdigte Monika Heinold dabei nicht nur als kompetente Finanzministerin, sondern auch als zuverlässige Kabinettskollegin und angenehmen Menschen. Auch Heinold betonte, das Klima in der Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP im Norden sei vertrauens- und respektvoll. Neben Heinold für die Grünen ist Gesundheitsminister Heiner Garg von der FDP ebenfalls stellvertretender Regierungschef.

Jetzt auch Vize-MP: Monika Heinold (59, Grüne).

Derweil geht die Suche der Grünen nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für Habeck als Minister weiter. Spätestens Ende April solle die Personalie unter Dach und Fach sein, heißt es aus dem Landesvorstand der Partei. Der Parteirat hatte jüngst ein „Anforderungsprofil“ für den Neuen oder die Neue verabschiedet. Derzeit würden noch fortlaufend Gespräche mit möglichen Kandidatinnen und Kandidaten geführt.

Weil bei den Grünen das Prinzip der Trennung von Parteiamt und politischem Mandat und Ministerposten gilt, muss Habeck sein Amt als Umwelt-, Energiewende- und Landwirtschaftsminister in Kiel niederlegen. Der Bundesparteitag billigte ihm immerhin eine Übergangsfrist bis Ende September zu, die Habeck auch zur Bedingung für eine Übernahme des Chefpostens der Bundespartei gemacht hatte.

Seither ist die Nachfolge-Diskussion in vollem Gange.

Das erste Zugriffsrecht auf die Habeck-Nachfolge hätte, so er sich denn dafür entschiede, der Möllner Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz, heißt es bei den Grünen. Von Notz schließt einen Wechsel nach Kiel nicht kategorisch aus. Allerdings werden ihm auch Karrierechancen in der Bundeshauptstadt zugetraut. Er gilt in Berlin als ausgewiesener Justiz- und Innenexperte und möglicher Bundesjustizminister, sollten die Grünen im Bund mitregieren – möglicherweise schon dann, wenn die SPD-Basis Anfang März die GroKo mit der Union ablehnt und es zu einer Jamaika-Neuauflage oder Neuwahlen kommt. Auch der Umweltpolitiker und Landtagsabgeordnete Bernd Voß gilt als möglicher Bewerber. Weniger Chancen werden den Ex-Staatssekretären Ingrid Nestle, Thomas Losse-Müller oder der amtierenden Umwelt-Staatssekretärin Anke Erdmann eingeräumt.

Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin müsse auf jeden Fall „Jamaika-kompatibel“ sein, heißt es – und innerhalb der Grünen auch mal ein Gegenwicht zur mächtigen Monika Heinold bilden können.

W.Hammer

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