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Blutiger Streit in Unterkunft

Neumünster Blutiger Streit in Unterkunft

Ein nächtlicher Streit zwischen einem 26-jährigen Flüchtling aus Afghanistan und einem 20-jährigen Albaner endete im Juni vergangenen Jahres in der zentralen Landesunterkunft für Asylbewerber in Neumünster mit lebensgefährlichen Messerstichen. Nun kam es zum Prozess.

Kiel. Seit gestern muss sich der Afghane wegen versuchten Totschlags vor dem Kieler Landgericht verantworten. Zum Auftakt räumte der Angeklagte die Messerattacke auf den Jüngeren ein. Sein Verteidiger verlas eine Erklärung, nach der sich der 26-jährige Afghane vom späteren Opfer massiv bedrängt gefühlt hatte: „Ich war von seinen sexuellen Annäherungsversuchen angeekelt und schockiert.“ Als streng gläubiger Muslim betrachte er homosexuelle Kontakte als eine große Sünde.

Gegen den Vergewaltigungsversuch des 20-Jährigen, der jetzt als Nebenkläger am Prozess teilnimmt, habe er sich nur mit dem Messer zu wehren gewusst. Keinesfalls habe er den Albaner dabei schwer verletzen wollen.

Der damals mit fünf Stichen und Schnitten an der Brust verletzte Zeuge bestreitet dagegen sexuell motivierte Aufdringlichkeiten. Stattdessen wirft er dem Angeklagten vor, ihn außerhalb der Unterkunft überfallen und beraubt zu haben. In jener Nacht sei er auf offener Straße mit einem Messer bedroht worden. Er habe dem Angreifer, der „money, money!“ gefordert habe, seinen Pass und sein Geld ausgehändigt.

Danach sei der Räuber über den Zaun auf das Gelände der Landesunterkunft gesprungen und in ein Gebäude geflüchtet, so der Nebenkläger weiter. Er habe ihn verfolgt, in einem Zimmer gestellt und seine Geldbörse und seinen Pass zurückgefordert. „Der Angeklagte kam mit dem Messer auf mich zu, gab mir eine Kopfnuss und stach auf mich ein“, berichtete der 20-Jährige über eine Dolmetscherin.

Danach wurde der Verletzte mit erheblichem Blutverlust in eine Klinik eingeliefert. Laut Anklage rettete eine Notoperation sein Leben. Ein besonders tiefer Stich durchstieß den Rippenbogen und verletzte den linken Lungenflügel. Ohne Versorgung wäre der Zeuge wahrscheinlich gestorben, so der Vorwurf.

gey

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