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Norddeutschland Bohrschlamm wurde im ganzen Land verklappt
Nachrichten Norddeutschland Bohrschlamm wurde im ganzen Land verklappt
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23:16 08.06.2016

Auch in Schleswig-Holstein wurde in der Vergangenheit Bohrschlamm aus der Erdölförderung verklappt. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Antwort der Landesregierung in Kiel auf eine kleine Anfrage der Piraten-Fraktion hervor, die NDR Info vorliegt. Danach könnten sich an insgesamt etwa 100 Orten Altlasten aus der Erdölförderung befinden.

Bohrschlamm gilt heute als Sondermüll und muss in speziellen Deponien entsorgt werden. Er kann unter anderem Quecksilber, Arsen und Radium 226 enthalten. Die jetzt aufgeführten Lagerstätten befinden sich unter anderem in Naherholungsgebieten sowie in Wasserschutzgebieten, darunter Glinde (Kreis Stormarn) Preetz und Schwentinental sowie in Trinkwassereinzugsgebieten. Laut Umweltministerium sind darunter die Gemeinden Lankau, Schwarzenbek und Escheburg (Kreis Herzogtum Lauenburg), Grube (Kreis Ostholstein) sowie Sterup, Schwedeneck, Boksee und Wacken. Eine Gefährdung für das Trinkwasser kann das Ministerium nicht ausschließen. Man prüfe derzeit, ob von den Gruben eine akute Gesundheitsgefahr ausgehe. Die Fälle in den Wasserschutzgebieten seien bereits untersucht und als unbedenklich eingestuft worden, jene in den Trinkwassereinzugsgebieten würden frühestens im Spätsommer geprüft.

LN

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