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Norddeutschland Borowski soll sparen
Nachrichten Norddeutschland Borowski soll sparen
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18:25 03.06.2017
Von Lars Fetköter lars.fetkoeter@LN-Luebeck. de

Der Landesrechnungshof (LRH) hat die Pflicht, den Mächtigen im Land auf die Finger zu sehen und ihnen auf dieselben zu hauen, wenn es ihnen an Sparsamkeit gebricht. Nun nimmt der LRH den NDR ins Fadenkreuz: Der Sender produziere seine „Tatort“-Krimis zu teuer.

Unter der launigen Überschrift „Mitunter ein teures Vergnügen“ monieren die Prüfer, die teuerste NDR-Folge der Krimi-Reihe übersteige die Durchschnittskosten anderer Sender um 40 Prozent. Die Begründung des NDR, zur Reichweitensteigerung „bekannte und deshalb kostenintensive Schauspieler“ einzusetzen, habe sich „nicht durchgängig durch die Reichweitenmessungen bestätigt“. Im Klartext:

Promis bringen nicht immer Quote. Der LRH wirft dem NDR zudem vor, die Auftragsvergabe für seine „Tatorte“ nicht gegen Korruption abzusichern und bei Zahlen zu wenig Sorgfalt walten zu lassen.

Lieber Rechnungshof: nun mal nicht so kleinkariert! Wenn ein „Tatort“ mit Til Schweiger etwas teurer ist, weil mehr Autos in die Luft fliegen, ist das nur konsequent, schließlich serviert der Star-Mime in seinem Ostseehotel auch Trinkwasser zu einem stolzen Preis. Mit Zahlen schludert der LRH allerdings selbst herum: Die Behörde zählt jährlich 43 bis 48 neue „Tatort“-Folgen seit 1970 – dabei sind es im Schnitt nur 18 pro Jahr, im Rekordjahr 2015 waren es 40, ergab ein Fakten-Check der LN-„Tatort“-Blitzkritik-Redaktion (die am Pfingstmontag wieder auf LN-online.de zum Einsatz kommt). Verdächtig.

Vorschlag zur Güte, NDR: Bisschen aufs Geld achten – oder Borowski als Sparkommissar einstellen.

LN

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