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Norddeutschland Bürgerschaft segnet Verkauf von Flughafen Lübeck ab
Nachrichten Norddeutschland Bürgerschaft segnet Verkauf von Flughafen Lübeck ab
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21:54 30.06.2016
Quelle: LN-Archiv
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Lübeck

Die Bürgerschaft segnete den Deal am Donnerstag um 21.30 Uhr in nicht-öffentlicher Sitzung ab – mit den Stimmen von CDU, SPD, BfL, FDP, Partei-Piraten und Freie Wähler/Linke. Lediglich Grüne und GAL votierten dagegen. Damit ist Euroimmun-Chef Stöcker der neue Eigentümer. Er ist der vierte private Betreiber des Airports. Anders als bei seinen Vorgängern, wird es keine feierliche Übergabe des Flughafens geben.

Wie viel Geld Stöcker für den Airport bezahlt hat, geht nicht aus den nicht-öffentlichen Papieren hervor. Denn der Kaufpreis ist in dem Vertrag mit dem Insolvenzverwalter Klaus Pannen notiert, nicht in dem mit der Stadt. Die Hansestadt muss indes ein anderes Vertragswerk mit der neuen Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG absegnen, da sie die Eigentümerin der meisten Flächen am Airport ist. Die Stadt verpachtet jetzt 213 Hektar an Stöcker und erhält 300<TH>000 Euro Pacht im Jahr. Anfang 2022 kann Stöcker die Flächen kaufen für 5,6 Millionen Euro – inklusive Tower, Start- und Landebahn, Hallen, Zaun, Landesystem ILS-CAT II, Löschfahrzeugen und Vorfeldbeleuchtung. Weitere 150 Hektar hat Stöcker mit dem Kauf des Airports bereits erworben. Davon sind 130 Ausgleichsflächen und weitere 20 Hektar liegen an der Blankenseer Straße, die derzeit als Parkplätze ausgewiesen sind im Bebauungsplan.

Die Flughafen GmbH muss der Lübecker Unternehmer mit zwei Millionen Euro ausstatten. Wenn Stöcker bis Ende 2021 satte elf Millionen Euro in den Ausbau des Airports steckt, erhält er im Gegenzug von der Stadt 5,5 Millionen Euro als Investitionszuschuss. Diese Zusage hatten bereits die vorherigen Eigentümer des Airports von der Stadt erhalten – aber ohne zeitliche Begrenzung. Unterm Strich bleiben bei dem Stöcker-Deal 1,7 und 2,8 Millionen Euro für die Stadt übrig – gerechnet auf 2022.

jvz

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