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Norddeutschland Bundesbehörde ermittelt nicht mehr bei Schiffsunglücken in Italien
Nachrichten Norddeutschland Bundesbehörde ermittelt nicht mehr bei Schiffsunglücken in Italien
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12:39 08.12.2015
Die "Costa Concordia" liegt vor der italienischen Insel Giglio auf der Seite - aufgenommen am 2. Februar 2012. Quelle: dpa
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Hamburg

Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Hamburg bestätigte am Dienstag einen Bericht des Radiosenders NDR Info, wonach sie die Zusammenarbeit beendet habe. „Unter den derzeitigen Bedingungen macht eine Zusammenarbeit mit Italien einfach keinen Sinn, auch nicht bei künftigen Havarien“, sagte der Leiter der BSU, Volker Schellhammer, dem Sender.

Die Behörde gibt vor, von italienischen Staatsanwaltschaften und Gerichten bei ihren geplanten Untersuchungen gehindert worden zu sein. Ein Untersuchungsbericht sei auf dieser Grundlage nicht möglich, ergänzte der BSU-Chef. NDR Info bekam dazu bei italienischen Staatsanwaltschaften und Gerichten in Grosseto und Bari keine Auskunft. Die BSU kann sich an Ermittlungen beteiligen, wenn bei Schiffsunglücken in Europa auch Deutsche ums Leben kommen.

Auf der in Brand geratenen Autofähre „Norman Atlantic“ waren vor einem Jahr zwei Passagiere aus Deutschland ums Leben gekommen, auf dem havarierten Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ vor knapp vier Jahren zwölf Deutsche. NDR Info zitiert aus einem BSU-Schreiben an das italienische Verkehrsministerium. Danach habe die BSU beide Wracks nicht korrekt inspizieren können. Unter anderem lägen ihr die Audio-Aufnahmen der Blackbox der Autofähre nicht vor. Bei der „Costa Concordia“ hätte sie die Fahrstühle, in denen Menschen ertranken, nicht mehr untersuchen können, da das Wrack schon entkernt gewesen sei.

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