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Norddeutschland Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Schleswig-Holstein
Nachrichten Norddeutschland Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Schleswig-Holstein
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19:33 05.10.2017
Frank-Walter Steinmeier überreicht Daniel Günther eine Lithographie von Armin Mueller-Stahl.  Quelle: Wolfram Hammer
Kiel

„Wir freuen uns sehr“, sagte Steinmeier am Donnerstag nach seinem Eintreffen im Gästehaus der Landesregierung in Kiel. Dort wurden das Staatsoberhaupt und seine Frau Elke Büdenbender von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und dessen Frau Anke empfangen. Der Musikzug Plön Brassband spielte dabei „Word up“.

Es goß in Strömen, als das Staatsoberhaupt vor dem Gästehaus der Landesregierung in Kiel vorfuhr. Der Wind wehte kalt von der Förde herüber. Die Stadt wirkte noch grauer als ohnehin schon. Daniel Günther aber ließ sich die Laune nicht verderben. „Der Regen tut Schleswig-Holstein gut nach all der Sonne dieses Sommers“, scherzte der Ministerpräsident, als er den Bundespräsidenten begrüßte. 

„Morgen wird das Wetter besser werden.“ Man habe „Hinweise darauf, dass wir jedenfalls heute Wasser von allen Seiten bekommen werden – nicht nur Ostsee und Nordsee, sondern auch von oben“, sagte Steinmeier später. Vorsorglich habe er Regenbekleidung eingepackt. Als Geschenk bekamen er und seine Frau Elke Büdenbender von Daniel Günther und seiner Frau Anke eine Lithographie von Armin Mueller-Stahl überreicht. Steinmeier strahlte.

Schleswig-Holstein ist Station Nummer 7 auf der Deutschlandreise des neuen Bundespräsidenten. Auch der Landtag selber steht auf dem Besuchsprogramm. Einer der Schwerpunkte, über die er sich hier informieren will, ist die Minderheitenpolitik des Bundeslandes. Im Norden leben eine friesische und eine dänische Minderheit sowie Sinti und Roma.

Für Steinmeier steht fest: „Hier in Schleswig-Holstein kann man in Europa in vorbildlicher Art und Weise erleben, wie man Minderheitenschutz diesseits und jenseits der Grenze gewährleistet.“ Minderheiten-Probleme gerieten im Norden gar nicht mehr in die öffentliche Wahrnehmung, „weil es hier richtige, angemessene und gute Behandlung erfährt“. Auch an einer Kabinettssitzung der Jamaika-Regierung hat er teilgenommen. Ob Jamaika ein Modell für Deutschland sei? „Heute morgen sind alle sehr friedlich miteinander umgegangen“, sagte Steinmeier lächelnd.

Am Nachmittag ging es nach Flensburg weiter, zu einem Besuch der Europa-Universität. Von dort fuhr der Präsident nach Husum, besuchte das Storm-Haus, diskutierte mit Jugendlichen über das Thema Heimat. Schließlich stand noch ein Empfang für 150 Ehrenamtler auf dem Programm.

Am Freitag besucht Steinmeier den Nationalpark Wattenmeer. Mittags wird er auf dem Gemeindekongress in Kiel sprechen. Die Arbeit in den Gemeindeparlamenten könne nicht hoch genug geschätzt werden, sagte Steinmeier. Die Menschen kümmerten sich dort nach ihrer eigentlichen Arbeit noch um Fragen, die für die Menschen vor Ort sehr wichtig seien, etwa ob ein Schwimmbad erhalten werden könne.

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