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Norddeutschland CDU: 1200 Meter Mindestabstand für Windräder
Nachrichten Norddeutschland CDU: 1200 Meter Mindestabstand für Windräder
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21:21 20.04.2016

Schleswig-Holsteins CDU legt sich mit der Windkraft-Lobby an. Kommt die Union 2017 im Norden an die Regierung, will sie den vorgeschriebenen Mindestabstand von Windrädern von Wohngebieten von 800 auf 1200 Meter vergrößern. Damit würden viele Flächen im Land aus der Windenergie-Nutzung herausfallen. Eine entsprechende Initiative will sie im Landtag auch schon in dieser Legislaturperiode starten. Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und SSW aber dürfte mit ihrer Mehrheit dagegenhalten.

Die Landtagsfraktion der CDU hat den entsprechenden Beschluss auf den Weg gebracht. „Die Anlagen werden bekanntlich immer höher“, sagt CDU-Fraktionschef Daniel Günther. Entsprechend müsse der Mindestabstand angepasst werden — auf 1200 Meter zu Siedlungsbereichen, und auf 500 statt 400 Meter zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen im Außenbereich von Orten. Auch CDU-Landeschef Ingbert Liebing schloss sich der Forderung gestern an. Es könnten trotzdem etwa zwei Prozent der Landesfläche für den Windkraftausbau genutzt werden, so Liebing. Zugleich nehme man die Sorgen der Menschen ernst. Die Energiewende sei für Schleswig-Holstein eine Riesenchance, „wir wollen sie aber so umsetzen, dass sich die Anwohner der Anlagen nicht als Verlierer fühlen“.

Die Wind-Lobby schoss sich sofort auf die Initiative ein, sieht tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Die CDU torpediere die Ziele der Landesregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, sagte die Leiterin der Landesgeschäftsstelle des Bundesverbands Windenergie, Nicole Knudsen.

Von wh

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