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Norddeutschland Cannabis im Blut von Hamburger Messer-Täter
Nachrichten Norddeutschland Cannabis im Blut von Hamburger Messer-Täter
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21:12 04.08.2017

Nach der Messerattacke von Hamburg-Barmbek haben Ermittler nach Informationen des „Spiegel“ Spuren von Cannabis im Blut des Angreifers festgestellt. Auch über weit mehr Hinweise auf eine Radikalisierung des Mannes berichtet der „Spiegel“ – der Hamburger Verfassungsschutz wollte das nicht kommentieren. Bei der Bluttat am 28. Juli war ein Mann getötet worden, sieben weitere Menschen wurden verletzt.

Ein Informant aus dem Umfeld des Tatverdächtigen habe dem Hamburger Verfassungsschutz im September 2016 berichtet, der 26-Jährige wolle offenbar nach Syrien. Nach dem Gespräch ließ die Behörde bei der Bundespolizei den Palästinenser zur Grenzfahndung ausschreiben. Kurz darauf erreichte die Sicherheitsbehörden ein weiterer Hinweis einer Mitarbeiterin des Flüchtlingscafés, in dem er sich häufiger aufgehalten hatte. Er sei in einem langen Gewand aufgetaucht und soll gedroht haben: „Der Terror wird auch hierherkommen.“

Das Hamburger Landeskriminalamt habe zwischenzeitlich versucht, den in den Vereinigten Arabischen Emiraten geborenen Mann als Informanten anzuwerben. Der Versuch soll jedoch gescheitert sein. Nach Angaben ehemaliger Freunde soll der 26-Jährige sehr unstet gewesen sein. Mal habe er andere Muslime beschimpft, sie würden die Regeln des Islam nicht befolgen. Dann habe er wieder Alkohol getrunken und gekifft.

Der Asylbewerber sollte schon 2015 nach Norwegen zurückgeschickt werden, wo er bereits einen Asylantrag gestellt hatte. Dies scheiterte, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) die Frist für das Wiederaufnahmeersuchen um einen Tag verpasste.

Im Spind des Mannes im Flüchtlingsheim wurde eine Fahne der Terrormiliz IS gefunden. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft ging jedoch nicht von einer IS-Mitgliedschaft aus.

LN

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