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Norddeutschland Chefdirigent der Hamburger Symphoniker gestorben
Nachrichten Norddeutschland Chefdirigent der Hamburger Symphoniker gestorben
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22:10 02.06.2017
Hamburg

Der Chefdirigent der Hamburger Symphoniker, Sir Jeffrey Tate, ist gestern im Alter von 74 Jahren im italienischen Bergamo an einem Herzinfarkt gestorben, das bestätigte ein Orchester-Sprecher. Tate zählte zu den renommiertesten und vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Neben den Musikdramen Richard Wagners bildeten die Werke Mozarts und Richard Strauss' Schwerpunkte in seinem Repertoire.

Erst am 19. April war Tate im Buckingham Palace von Prinz William zum Ritter geschlagen worden - als Anerkennung für seine internationalen Verdienste um die britische Musik. „Ich habe die Ritterwürde nicht erwartet und vielleicht wird sie mein Leben nicht komplett verändern - und trotzdem fühle ich mich ein klein bisschen anders“, sagte er nach der Zeremonie.

Trotz einer angeborenen Wirbelsäulenverformung hatte Tate zunächst Medizin in Cambridge studiert und zwei Jahre lang als Assistenzarzt in London gearbeitet. Seine musikalische Laufbahn begann er am Royal Opera House Covent Garden in London. Er arbeitete als Assistent von Herbert von Karajan in Salzburg und James Levine in New York, bevor er als Assistent von Pierre Boulez 1976 am sogenannten Jahrhundert-Ring der Bayreuther Festspiele mitwirkte. Tate galt als einer der bedeutendsten Interpreten der Musik Richard Wagners.

Seit der Saison 2009/2010 war Tate Chefdirigent der Hamburger Symphoniker, zu denen er eine besondere Beziehung aufbaute. Kritiker lobten Tate vor allem als „einen Präzisionsliebhaber“ und „Genießer des Details“. Sein Musikmachen sei das Resultat „aus Überlegung, Wissen, Sensibilität, Erfahrung und Magie“.

LN

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