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Norddeutschland Chemieunfall: Landkreis gibt Lebensmittel frei
Nachrichten Norddeutschland Chemieunfall: Landkreis gibt Lebensmittel frei
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01:00 18.10.2012
Beim Nahrungsmittelkonzern Kraft Foods in Bad Fallingbostel kehrte gestern wieder Normalität ein.
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Stormarn

Nach dem Chemieunfall in Bad Fallingbostel (Niedersachsen) auf dem Gelände des Lebensmittelherstellers Kraft Foods hat die Aufsichtsbehörde die bisher in den Handel gelangten Produkte als unbedenklich eingestuft. „Die Ware wird von uns ausführlich geprüft, bevor sie zum Verkauf freigegeben wird“, sagte ein Sprecher des Heidekreises. Die Konsumenten könnten sicher sein, dass die freigegebenen Lebensmittel nicht mit den giftigen Gasen in Kontakt gekommen seien.Der Lebensmittelhersteller Kraft Foods, bei dem am Montag in einem Reinigungstank versehentlich 10 000 Liter Natronlauge mit 14 000 Litern Salpetersäure vermengt wurden, hat inzwischen die Produktion teilweise wieder aufgenommen. „Nach und nach fahren wir die Maschinen wieder an“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Auch sei damit begonnen worden, bereits produzierte, von der Aufsichtsbehörde geprüfte und als unbedenklich eingestufte Lebensmittel an die Kunden auszuliefern.„Die Chemikalien finden sich in fast jedem Haushaltsreiniger“, sagte ein Kreissprecher. Ihr Einsatz sei in der Lebensmittelindustrie zur Reinigung von Produktionsanlagen vorgeschrieben. Schließlich müssten diese den Hygienevorschriften entsprechend sauber gehalten werden, betonte er. Ihre Verwendung sei normalerweise unbedenklich, „wenn man nicht versucht, sie miteinander zu mischen“. Bei Kraft Foods lagerten große Mengen der beiden Stoffe in konzentrierter Form. Zur Reinigung der Maschinen und Behälter würden sie mit Wasser vermischt, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Wie es zur Vermengung der beiden Chemikalien in dem Tank kommen konnte, sei noch nicht geklärt. Die Ursachenanalyse laufe auf Hochtouren. Beim Landkreis, der wegen des ausgelösten Katastrophenalarms für die Einsatzkosten der Rettungskräfte zunächst aufkommen muss, wird geprüft, inwieweit Kraft Foods für den Vorfall haften muss. „Bei einem Brand wäre die Hilfe kostenlos gewesen, wie das im konkreten Fall aussieht, ist noch unklar“, sagte der Landratsamtssprecher. Bei dem Vorfall waren giftige Gase aus dem Tank ausgetreten, das Industriegebiet sowie ein nahe gelegenes Wohnviertel mussten evakuiert werden. Mehr als 1200 Menschen wurden laut Feuerwehr aus den Gebäuden in Sicherheit gebracht.

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