Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland DGB gibt sich kämpferisch
Nachrichten Norddeutschland DGB gibt sich kämpferisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:44 29.12.2017
Blickt optimistisch nach vorn: DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn. Quelle: Foto: Markus Scholz/dpa
Hamburg

„Es gibt etwas zu holen für uns – die positive Lohnentwicklung der letzten Jahre muss verstetigt und dynamisiert werden. Arbeit muss sicher sein. Das würde auch helfen, Zukunftsängste abzubauen“, sagte Uwe Polkaehn gestern. Zwar gehe die Produktivität steil nach oben, „aber bei den Leistungserbringern kommt viel zu wenig an“. 2018 müsse das Jahr sein, „in dem sich die Beschäftigten ein größeres Stück vom Kuchen abschneiden“.

Auf der Wunschliste des DGB-Nord-Chefs stehen auch sichere Arbeitsplätze und Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung. In der Tarifrunde 2018 verhandeln die DGB-Gewerkschaften bundesweit für mehr als 9,7 Millionen Beschäftigte neue Vergütungstarifverträge.

Der DGB Bezirk Nord umfasst Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen 420000 Mitglieder. Nur 44 Prozent der Beschäftigten in Schleswig-Holstein stünden unter dem Schutz eines Tarifvertrages, berichtete Polkaehn. Das Recht auf einen Tarifvertrag müsse für jeden Arbeitnehmer gelten. „Mit einem höheren Mindestlohn ist es nicht getan.“ In einem Vollzeitjob betrage der Unterschied zwischen tarifvertraglicher und tarifloser Arbeit 600 bis 800 Euro monatlich.

„Der Norden wird nur Anschluss halten an die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, wenn er seinen Arbeitskräften mehr anzubieten hat als einen Platz im Lohnkeller“, meinte der DGB-Chef.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

. Die Richterin Christiane Schmaltz hat den Sprung vom Oberlandesgericht in Schleswig an den Bundesgerichtshof geschafft.

29.12.2017

Salmonellen-Alarm in Schleswig-Holstein: Eine Ölmühle aus dem Raum Kiel hat offenbar schon seit Oktober Viehfutter verkauft, das mit den Durchfall-Erregern belastet ist. Es könnte laut Ministerium an bis zu 1100 Landwirte geliefert worden sein.

29.12.2017

In Flensburg werden seit 60 Jahren Verkehrsverstöße dokumentiert – Punktesystem seit 1974.

29.12.2017