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DLRG: Immer mehr Menschen sterben beim Baden

Bad Nenndorf DLRG: Immer mehr Menschen sterben beim Baden

Unfälle passieren meist in Binnengewässern – Küsten relativ sicher.

Bad Nenndorf. Die Zahl der Badetoten steigt: Seit Jahresbeginn sind in Deutschland mindestens 425 Menschen ertrunken, 46 mehr als in den ersten acht Monaten 2015. Das sei die höchste Zahl an Badetoten in diesem Zeitraum seit acht Jahren, teilte die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) im niedersächsischen Bad Nenndorf mit. Weil aktuell vielerorts wieder bestes Badewetter herrscht, rechnet die DLRG für das gesamte Jahr mit einem noch deutlicheren Anstieg der Todesfälle.

Die Unfälle passierten meist in unbewachten Binnengewässern: 187 Menschen ertranken dort, 140 in Seen und Teichen, 22 in Kanälen. Demgegenüber sind die Küsten von Nord- und Ostsee laut DLRG relativ sicher, weil die Badestellen von Mitte Mai bis Mitte September von Rettungsschwimmern bewacht werden. Im Meer starben bis Ende August 17 Menschen. In Schleswig-Holstein ertranken insgesamt 20 Menschen, im Vorjahr waren es 13. In Hamburg hat sich die Zahl der Badetoten mit 16 verdoppelt. In Mecklenburg- Vorpommern starben 19 (Vorjahr 16).

Als besondere Risikogruppe sehen die Lebensretter Flüchtlinge. Seit Januar ertranken 56 Asylsuchende, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2015. Die DLRG habe bereits reagiert, sagte Präsident Hans-Hubert Hatje: „In diesem Sommer haben wir kurzfristig Baderegeln als Piktogramme erstellt und den Kommunen wie Städten kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Vermutlich, weil die Monate Juni bis August diesmal nicht so heiß waren wie 2015, sank in dieser Zeit die Zahl der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der tödlichen Unfälle in Schwimmbädern stieg um 7 auf nun 17 Fälle. In Hafenbecken, Gräben und an sonstigen Orten kamen 42 Menschen ums Leben. Bei der Geschlechterverteilung zeigte sich ein bekanntes Bild: 76 Prozent der Opfer waren männlich. Bei ihnen seien häufig Selbstüberschätzung, Leichtsinn und oft auch Alkohol die Gründe für das Ertrinken, hieß es.

LN

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