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Norddeutschland Dänemark setzt weiter auf Grenzkontrollen
Nachrichten Norddeutschland Dänemark setzt weiter auf Grenzkontrollen
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21:16 13.06.2016
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Kiel

. Dänemark will weiterhin möglichst viele Flüchtlinge davon abhalten, ins Land zu kommen. Die dänische Integrationsministerin Inger Støjberg hat die von ihrer Regierung angeordneten und immer wieder verlängerten Grenzkontrollen zu diesem Zweck gestern bei einem Besuch in Kiel verteidigt. Ihr sei natürlich bewusst, dass sich die Kontrollen störend auf Wirtschaft, Pendler und Studierende auswirken könnten, sagte sie nach einem Treffen mit Schleswig-Holsteins SPD-Innenminister Stefan Studt und SSW-Justizministerin Anke Spoorendonk. Dänemark habe wegen der Kontrollen Schwedens an der Grenze zu Dänemark aber nicht anders handeln können. Die Flüchtlinge hätten sich sonst in Dänemark gestaut.

Allerdings hat Dänemark bislang noch nicht einmal annähernd so viele Flüchtlinge aufgenommen wie zum Beispiel das halb so große Schleswig-Holstein. Im vergangenen Jahr wurden in Dänemark gerademal 21000 Asylanträge gestellt, in Schleswig-Holstein wurden in derselben Zeit über 35000 Flüchtlinge aufgenommen. Dennoch wolle man die „stichprobenartigen Überprüfungen“ an der Grenze beibehalten, erklärte Støjberg. Spoorendonk sagte, sie habe in den Gesprächen nochmals die Bedenken Schleswig-Holsteins hinsichtlich diese r Kontrollen vorgetragen. Sie führen oft zu kilometerlangen Staus. Außerdem werden alle Kfz-Kennzeichen mit Scannern erfasst, was Datenschützer in Deutschland empört.

wh

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