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Lübeck Das Ziel: Ohne Abgase über den Belt

Scandlines-Geschäftsführer Poulsgaard Jensen zu Verkaufsplänen und Wettbewerbsfähigkeit.

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Eine Scandlines-Fähre läuft in den Hafen von Puttgarden ein.

Quelle: Fotos: Felix König, Kappeler/dpa

Lübeck. Scandlines-Geschäftsführer Søren Poulsgaard Jensen äußert sich im LN-Interview zu Verkaufsgerüchten, dem weiteren Ausbau der Fährflotte sowie zum Streit über den geplanten Fehmarnbelttunnel. Das Unternehmen fordert fairen Wettbewerb ein.

 

LN-Bild

„Wir haben das Ziel Null-Emissions- Verkehr fest im Blick.“Søren Poulsgaard Jensen Scandlines-Geschäftsführer

Herr Poulsgaard Jensen, der Eigentümer von Scandlines, der Finanzinvestor 3i, plant offenbar das Unternehmen zu verkaufen. Sind dann Ihre Pläne zur Entwicklung des Fährunternehmens Makulatur?

Søren Poulsgaard Jensen: Unser Eigentümer ist ein privater Investor. Das heißt, theoretisch stehen wir immer zum Verkauf. Verkaufsgerüchte höre ich alle paar Jahre. An irgendeinem Zeitpunkt wird es so sein.

Aber die britische Sunday Times berichtete bereits, Scandlines stünde für 700 Millionen Euro zum Verkauf.

Ich denke, das sind Mediengerüchte. Ich kann dazu nichts sagen. Ich bin nicht der Eigentümer.

Wie ist Scandlines heute aufgestellt?

Wichtig ist, dass Scandlines heute ein ganz anderes Unternehmen ist als vor Jahren. Wir haben unwahrscheinlich viel in unsere Fährschiffe investiert, haben die modernste Hybridflotte der Welt und 2000 hochmotivierte Mitarbeiter. Das heißt, wir sind für die Zukunft gewappnet und arbeiten daran, immer noch besser zu werden. Wir haben das Ziel Null-Emissions-Verkehr fest im Blick.

Zurzeit haben Sie Hybridfähren im Einsatz. Wann können Scandlines-Schiffe auf der Vogelfluglinie zwischen Puttgarden und Rødby denn rein elektrisch betrieben werden?

Wir arbeiten daran, dass das in zwei, drei Jahren so weit ist. Dafür müssen noch einige logistische Fragen, etwa die Stromanbindung in den Häfen, geregelt werden. Wichtig für uns ist, dass wir nachhaltigen Strom aus zum Beispiel Windkraft nutzen. Wir wollen und wir können den Null-Emissions-Verkehr schaffen.

Warum klagen Sie weiterhin gegen den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel, für den es immerhin einen Staatsvertrag mit Dänemark gibt?

Wir klagen nicht gegen den Tunnel als solchen, sondern uns macht etwas anderes Sorgen, was etwa unsere Wettbewerbsfähigkeit betrifft, wenn der Tunnel fertig ist. Gibt es eigentlich eine Garantie dafür, dass der dänische Staat die Tunnel-Maut nicht subventioniert, wenn die der Planung zugrunde gelegten Zahlen über das Verkehrsaufkommen durch den Tunnel in der Realität nicht erreicht werden?

Wir meinen, dass es keine staatlichen Beihilfen geben darf, um einen privaten Wettbewerber auszuschalten. Unsere Klage richtet sich also gegen eine mögliche Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten von Scandlines.

Welche Erwartungen haben Sie an die Kieler Landesregierung sowie an die künftige Bundesregierung, die doch alle für den Fehmarnbelt-Tunnel sind?

Ich war sehr erfreut über die Zusicherung von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Wenn der Tunnel kommt, müssen auch die Fähren weiter betrieben werden. Er hat unterstrichen, dass Scandlines auch in Zukunft ein großer Wirtschaftsfaktor im Norden sein wird, der wichtige Verkehre bewältigt, Millionen Touristen über die Ostsee bringt, sichere Arbeitsplätze bietet und zugleich technologisch ein Vorreiter ist. Auch mit Berlin werden wir weiter gut zusammenarbeiten.

Haben Sie sich dennoch mit einem Tunnel unter dem Fehmarnbelt abgefunden?

Wir gehen davon aus, dass der Tunnel irgendwann kommen wird, ob 2028, 2035 oder wann auch immer. Und wir hoffen auf einen fairen Wettbewerb. Von unseren Kunden wissen wir, dass viele das großartige maritime Erlebnis einer Fahrt über die Ostsee weiterhin genießen möchten. Viele sagen uns auch, dass sie nicht 18 Kilometer lang unter der Ostsee entlang fahren möchten.

Ein wenig die Hoffnung, dass Dänemark den Tunnel-Bau doch stoppen könnte, weil die Kosten explodieren, haben Sie nicht?

Bis auf Weiteres gibt es keine Anzeichen, dass Dänemark das Projekt stoppen würde. Es ist ein Prestigeprojekt, das die dänischen Politiker einfach wollen.

Interview: Reinhard Zweigler

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