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Norddeutschland Das einfache Leben auf einer kleinen Insel
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22:12 16.09.2016
Beitrag zum dänischen Olympia- Rekord: Schwimmerin Pernille Blume (22) holte Gold. Quelle: dpa

Ganze Insel für eine Viertelmillion: Ob sie leben wollen wie Robinson Crusoe, ist nicht bekannt: Auf Strom und fließend Wasser jedenfalls verzichten muss ein jüngeres dänisches Paar, das die 1700 Quadratmeter kleine Insel Peberholm im Roskilde Fjord nordwestlich von Kopenhagen gekauft hat. Zwei Millionen Kronen (268000 Euro) haben die beiden dafür bezahlt, berichten dänische Medien. Das Paar muss sich mit einem einfachem Leben begnügen: Um den Vorzug vor vielen anderen Interessenten zu bekommen, hat es sich gegenüber dem Vorbesitzer verpflichtet, „weiterhin so primitiv zu leben“, wie es bisher auf der Insel üblich war. So zitiert die Lokalzeitung Frederiksborg Amts Avis den Makler, der die Immobilie im Angebot hatte – nicht als Insel, sondern als Ferienhaus. Das hat mit Nebengebäuden nur eine Fläche von 47 Quadratmetern. Viel kleiner war Robinson Crusoes Festung sicher auch nicht.

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Wirtschaft soll Sport mehr fördern: Die dänischen Sportler waren bei den Olympischen Sommerspielen in Rio erfolgreich wie nie: 15 Medaillen, darunter zwei goldene, und Platz 28 im Medaillenspiegel sind das beste Ergebnis einer dänischen Olympiamannschaft seit 1948 in London. Damit das Dänen- Team bei Olympia 2020 in Tokio ähnlich gut bestehen kann, müssten die dänischen Top-Sportler finanziell stärker unterstützt werden – mit Geld aus privaten Töpfen, von großen Fonds und Unternehmen. Das haben hohe Sportfunktionäre gefordert. Denn es ist zu erwarten, dass die staatliche Förderung – hauptsächlich aus Mitteln der staatlichen Lottogesellschaft – schwindet, weil die Dänen immer weniger Lotto spielen. Aus diesem Fördertopf stammten drei Viertel der Gelder, die dem Dachverband Team Danmark für die Vorbereitung der Sportler auf Rio 2016 zur Verfügung standen. Die Teilnahme der deutschen Olympia-Mannschaft an Rio 2016 wurde dagegen nur zu gut 60 Prozent mit Zuschüssen vom Bund finanziert.

Morddrohungen gegen Politiker: Der Ton in der öffentlichen Diskussion über die dänische Politik und die Politiker wird immer rauer und menschenverachtender. Während sich Leserbriefe zur Flüchtlingspolitik vor allem in der konservativen Presse wie der größten Tageszeitung Jyllands-Posten fast lesen wie die antisemitische Hetze einst im NS-Blatt „Der Stürmer“, werden dänische Politiker am Telefon oder per E-Mail immer öfter mit Todesdrohungen überzogen. Das berichtete jetzt der Sender Danmarks Radio Syd (DR-Syd) nach einer Umfrage unter den 179 Mitgliedern des Parlaments, des Folketings. Von 97 Parlamentariern, die geantwortet hatten, berichteten 47 von Drohungen mit Gewalt, 36 sogar von Morddrohungen. In den vergangenen Wochen wurden bereits eine 18-Jährige und ein 29-Jähriger wegen zumindest indirekter Morddrohungen gegen Politiker zu Haftstrafen von zwei und fünf Monaten verurteilt.

LN

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