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20:17 04.07.2018
Anja Saffan (50) von „Matzen“ in Bad Schwartau zeigt Koffer und den ihrer Meinung nach unentbehrlichen Taschenschirm.
Bad Schwartau

„Es geht nach Dänemark“, sagt Kerstin Holm (42) aus Ratekau. „Eine Woche nur.“ Dafür mit Kind und Kuscheltier. Kerstin Holm steht im Koffergeschäft in Bad Schwartau, das Angebot ist riesig. Sie findet Zieh-Trolleys praktisch. Doch soll es ein Hartschalenkoffer sein? Verkäuferin Anja Saffan (50) von „Matzen“ kennt sich aus.

Nächste Woche sind Sommerferien. Viele starten schon am Wochenende in den Urlaub. Da heißt es Koffer packen. Aber welchen? Und was soll alles mit? Diese Fragen beschäftigen die Urlauber. Und je nach Ziel und Dauer der Reise gibt es da einiges zu bedenken.

Sie rät zu einem Weichgepäck-Koffer. „Der ist dehnbar und hat Außentaschen. Das ist praktisch, so bekommt man mehr unter.“ Ideal, findet Saffan. „Und dieser große 109-Liter-Koffer hat nur ein Eigengewicht von 2,9 Kilo“, erklärt sie. Nicht zuletzt bei Flugreisen von Vorteil. Oder soll es eine lässige Reisetasche sein? Kerstin Holm überlegt: das Kuscheltier fürs Kind, ihr Föhn, dafür müsse auch noch Platz sein. „Nehmen Sie auf alle Fälle auch einen Taschenregenschirm mit“, fällt der Verkäuferin ein.

Manche Dinge sind unverzichtbar, aber letztlich braucht doch jeder etwas anderes. Melanie Huppertz (38) startet mit der ganzen Familie im Wohnmobil in die Schweiz und nach Italien. „Drei Wochen. Da müssen natürlich Klamotten mit, vor allem Badesachen.“

Stephan Stadler (35) zieht es auf die Ostsee. „Wir werden mit dem Segelboot unterwegs sein, die ganze Familie, drei bis vier Wochen.“ Es geht Richtung Dänemark und Schweden. Segeln sei ähnlich wie Camping, meint der Bauingenieur. „Wir haben eine kleine Küche, einen Kocher und so.“ Mit dabei sein wird auch Lesestoff. „Ein spannendes Buch.“

„Weißbraunie“, der Stoffhase von Sarah Schubart (11), geht dagegen im Auto mit auf die Reise, sagt Sarahs Mutter Annie (46). Auch sie will mit Mann und Kindern nach Dänemark. „Im Ferienhaus.“ Sarahs Bruder Samuel (8) nimmt seinen Teddy mit. Alles soll in zwei große Koffer passen, „für die ganze Familie“. Eingepackt werden unter anderem noch Badesachen und Lebensmittel. Annie Schubart will auch viel lesen. „Mein Mann hat einen E-Book-Reader.“

Adolf Siems (71) und seine Frau fahren 14 Tage nach Hohwacht. „Wie jedes Jahr“, sagt er. „Was anderes kommt nicht in Frage.“ „Wir haben uns in den Ort verliebt“, sagt sie. Auch das Privatquartier wird dasselbe sein wie jedes Jahr. Von dort plant das Ehepaar Ausflüge, zum Beispiel nach Fehmarn. „Wir nehmen mit, was man so braucht“, sagt Adolf Siems.

Die große Stadt Berlin, das ist das Reiseziel von Gudrun Fangerow (61) und ihrem Mann Klaus-Rüdiger (71). Die beiden haben viel vor, es gibt viele Veranstaltungen und Museen, die man besuchen kann.

„Außerdem den Wannsee“, fügt Gudrun Fangerow hinzu. „Für jeden packen wir einen Koffer“.

Tina Kamke (39) hat für ihre geplante Reise nach Wangerooge den ersten Reisekoffer schon hervorgeholt, er liegt auf dem Wohnzimmertisch. Die Kinder dürfen hineinpacken, was ihnen wichtig ist. „Die Schafi-Zwillinge“, sagt Paul (2). In den Koffer hineinlegen mag er sie aber nicht. Schwester Marie (8) will Malsachen mitnehmen. Und Max (5) orangefarbene Plastik-Hütchen, die als Fußballtore aufgebaut werden können. „Außerdem kommen Playmobilsachen mit“, beschließt er. Die Mutter lacht. Zehn Tage werden sie auf der Insel sein, in einer Ferienwohnung. „Allzu viele Kleider brauchen wir nicht“, überlegt sie, „es gibt eine Waschmaschine.“ Für sie ist besonders bemerkenswert, dass Wangerooge eine autofreie Insel ist. „Da kann Paul mit seinem Laufrad auf der Straße herumfahren, ohne dass wir Angst haben müssen.“

Von Marcus Stöcklin

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