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Norddeutschland Kompott und Marmelade aus dem Garten
Nachrichten Norddeutschland Kompott und Marmelade aus dem Garten
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16:51 28.09.2018
Svenja Michaelis (31) sammelt mit ihren Kindern Lina-Frieda (5) und Paul-Johann (3) Äpfel.
Lübeck

Wohin mit all dem Obst aus dem Garten? Am besten Einkochen, zu Marmelade, Kompott oder Saft. Das geschieht derzeit in heimischen Küchen. Es lohnt sich: Äpfel, Kirschen und Pflaumen sind dieses Jahr gut geraten, weiß Isa-Maria Kuhn von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Monika Kriesten (65) aus Niederbüssau ist gerade dabei, ihre Äpfel zu verarbeiten. „Im Garten haben wir einen Apfelbaum, Sorte Cox Orange, die sind jetzt so weit.“ Dazu kommen Äpfel aus ihrem Elternhaus. „Die habe ich da aufgesammelt.“ Einen Apfelkuchen hat sie schon gebacken, nun wird eingekocht. „Oma, hast du Apfelmus?“, habe ihre Enkelin Linnea (4) schon gefragt. „Ich schneide die Äpfel klein, tue etwas Zitronensaft und eine Stange Zimt dazu, Zucker nach Geschmack.“ Die Äpfel zerkochen von selbst, fertig ist das Mus. Auch Apfelmarmelade will Monika Kriesten kochen. Einen Saftkocher hat sie ebenfalls in Betrieb. „Damit habe ich schon Johannisbeer- und Himbeersaft gemacht und hinterher zu Gelee verarbeitet.“

Die Rezepte gehen Monika Kriesten nicht aus. Sie ist bei den Lübecker Landfrauen aktiv, die ein eigenes Apfel-Kochbuch herausgegeben haben. „Das kann man am 7. Oktober beim Erntedankfest auf dem Lübecker Markt kaufen“, kündigt sie an. „Dort werden wir einen eigenen Stand haben und auch Herbstkränze anbieten.“

Bettina Freyer (40), Landwirtin aus Groß Steinrade, hat bereits 23 Gläser Kirschen eingeweckt. „Jetzt sind die Pflaumen an der Reihe.“ Den Kompott schätzt sie als frische, schnell angerichtete Nachspeise. „Heute gab es Quark mit Pflaumen, da ist nichts übrig geblieben.“ Weil es so gut schmeckt, helfen ihr Sohn Tjark (5) und ihre Tochter Levke (7) gerne beim Entsteinen und Einkochen mit. Dieses Jahr freut die Familie sich besonders über das Obst. „Letztes Jahr haben unser Pflaumenbaum und der Birnbaum nämlich nicht getragen“, erinnert sich Bettina Freyer.

In Krummesse hat Svenja Michaelis (31) sechs alte Apfelbäume auf dem Grundstück. „Da machen wir Apfelmus.“ Ihr Mann Johann-David hat dieses Jahr auch einen Ballon Apfelwein angesetzt. Interessant, findet die Ehefrau, doch: „Das macht er ganz alleine.“

Über die reichliche Obsternte aus dem eigenen Garten freut sich Nadine Severos aus Palingen (Nordwestmecklenburg) schon seit vielen Jahren. Im Sommer werden saftige Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren zu Marmelade verkocht, während im Herbst aus Äpfeln und Pflaumen Kompott oder Mus wird. Auch in einem leckeren Hefekuchen finden sich die Früchte wieder.

Besonders gern steht die 43-Jährige gemeinsam mit ihren Kindern in der Küche. So verbindet die Immobilienfachwirtin Hobby und Familienzeit. „Das Schöne am Selbstmachen ist, dass die Kleinen ein Bewusstsein für gesundes Kochen entwickeln. So wissen sie genau, was in ihrem Essen steckt.“ Damit ein besonders volles Aroma entsteht, verzichtet Severos stets auf Zuckerzusätze und fügt stattdessen frisches Vanillemark hinzu. Auch ein wenig geriebene Zitronenschale dürfe nicht fehlen. „Das ist meine persönliche Note“, erklärt die gebürtige Lübeckerin. Zur herbstlichen Jahreszeit mache sich zudem Zimt sehr gut im Apfel- und Pflaumenkompott, um so schon allmählich die Adventszeit einzuleiten.

Rabea Osol und Marcus Stöcklin

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