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Norddeutschland Debatte um Abschuss von „Problemwölfen“
Nachrichten Norddeutschland Debatte um Abschuss von „Problemwölfen“
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21:25 08.11.2017
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Berlin

Hintergrund ist die Umweltministerkonferenz nächste Woche, bei der das Thema auf der Tagesordnung steht. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte erklärt, er halte es für „nicht förderlich“, wenn die Minister der Bundesländer vor vollendete Tatsachen gestellt würden. Dennoch ist die Frage der Bejagung jetzt wieder auf dem  Tisch.

Denn in einem Auszug ist das neue Konzept schon veröffentlicht – in einer BfN-Zeitschrift.

Dort geben die Autoren Empfehlungen. Der Abschuss von „Problemwölfen“ wird als letztes Mittel geschildert. Er wird etwa empfohlen, wenn sich ein Wolf Menschen gegenüber „unprovoziert aggressiv“ verhält. Eine generelle Bejagung von Wölfen lehnen die Autoren ab.

Der Deutsche Jagdverband übt daran massive Kritik: Die Vorgehensweise sei „naiv“. Skizziert werde eine „Bauernhofidylle“, in der Wolf und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Eine solche Koexistenz sei ebenso „abwegig“ wie die Vorstellung, der Wolf sei eine blutrünstige Bestie.

Backhaus forderte „schnellstmöglich bundeseinheitlichen Handlungsrahmen“. Nach seinen Angaben ist die Zahl der Wolfsrudel in Deutschland inzwischen auf 60 gestiegen.

LN

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