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Der Norden feiert meist friedlich

Hamburg/Kiel Der Norden feiert meist friedlich

91 Bewohner müssen bei Brand in einem Altersheim in Hamburg gerettet werden.

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Eine Feuerwerksrakete löste vermutlich den Brand in einem Seniorenwohnheim in Hamburg-Altona aus.

Quelle: Nibor/action Press

Hamburg. Mit Raketen, Böllern und Sekt haben die Menschen in Norddeutschland das neue Jahr begrüßt. An den Hamburger Landungsbrücken schauten sich nach Polizeiangaben 20000 Menschen das Feuerwerk an und feierten den Jahreswechsel, an der Binnenalster versammelten sich 12000. Im Vergnügungsviertel St. Pauli waren zu Spitzenzeiten laut Polizei 50000 Besucher unterwegs. Die Silvesterpartys blieben weitgehend friedlich, berichtete ein Polizeisprecher. Auch in Schleswig-Holstein rutschten die Menschen gelassen und fröhlich ins neue Jahr.

Die Kieler Polizei meldete 193 Einsätze rund um den Jahreswechsel. Davon entfielen 36 auf den Kreis Plön, die restlichen 157 auf das Kieler Stadtgebiet. In Kiel-Wik wurde in der Nacht ein Zigarettenautomat von mehreren Unbekannten gesprengt. Die Polizeibeamten in Flensburg, den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland sowie auf Sylt rückten 320 Mal aus. Bei einem Einsatz musste den Angaben zufolge eine Dame beruhigt werden, die von der Knallerei derart verängstigt war, dass sie die Polizei anrief.

Die Rettungsdienste sprachen ebenfalls von einer relativ „entspannten Lage“ während der Silvesternacht. Die Brandbekämpfer rückten landesweit 160 Mal aus. Häufig brannten nur Müllcontainer. Den größten Einsatz des Landes gab es in Pinneberg. Dort zerstörten Flammen den Dachstuhl eines Fitnessstudios. Die Einsatzkräfte waren sieben Stunden lang mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Einen großen Feuerwehreinsatz gab es in der Silvesternacht im Hamburger Stadtteil Altona: 91 Menschen mussten aus einem brennenden Altersheim gerettet werden. Drei Bewohner erlitten leichte Verletzungen. Auslöser für das Feuer war vermutlich eine Feuerwerksrakete, sagte ein Polizeisprecher. Die Bewohner wurden vorerst in einer Notunterkunft in einer Schule untergebracht. Die Feuerwehr war sechs Stunden im Einsatz, um den Brand zu löschen.

In Hamburg rückte die Feuerwehr insgesamt 991 Mal aus. Das waren so wenige Einsätze wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Polizei wurde zu 1009 Einsätzen gerufen. In Hamburg-Wandsbek wurde ein 24-Jähriger während einer Party mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Im Stadtteil Bahrenfeld erfasste ein Taxi zwei Männer, die gerade das Silvesterfeuerwerk filmten. Ein 25-Jähriger erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Kopfverletzungen.

LN

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