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Norddeutschland Der Norden hat viele Heimplätze
Nachrichten Norddeutschland Der Norden hat viele Heimplätze
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21:16 24.11.2016
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Kiel/Berlin

. Bei der Pflege im Heim ist Schleswig-Holstein Spitzenreiter. 40,5 Prozent der Pflegebedürftigen werden im Norden stationär versorgt, denn das Land kann jedem zweiten Pflegebedürftigen einen Heimplatz anbieten. Dies geht aus dem neuen Pflegereport der Barmer GEK hervor, der gestern in Berlin vorgestellt wurde. Am anderen Ende befindet sich Brandenburg. Dort sind 27 Plätze für je 100 Pflegebedürftige verfügbar, deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt, der bei einem Drittel liegt. Fazit des Reports: Es hängt in Deutschland stark von seinem Wohnort ab, ob ein Mensch im Heim oder zu Hause gepflegt wird. Es gibt große regionale Unterschiede und einen engen Zusammenhang zwischen dem Angebot vor Ort und der Art der Versorgung, die einem Pflegebedürftigen zuteil wird.

Auf einer Fachtagung in Kiel wiesen Experten unterdessen darauf hin, dass die Zahl der Pflegebedürftigen auch in Schleswig-Holstein in den kommenden anderthalb Jahrzehnten deutlich steigen wird.

Grund sei, dass die ersten geburtenstarken Jahrgänge (1955-1960) schrittweise ins rentennahe Alter kommen. Im nördlichsten Bundesland sind derzeit 87000 Menschen auf Pflege angewiesen.

Bundesweit wird davon ausgegangen, dass sich die Zahl pflegebedürftiger Menschen in den nächsten anderthalb Jahrzehnten um eine Million auf 3,5 Millionen Menschen erhöht.

Ab 2017 soll es weniger Bürokratie für Heim-Mitarbeiter geben: „Unnötige Dokumentation stiehlt Zeit für die pflegerische Interaktion und frustriert die Pflegenden, damit muss Schluss sein“, betonte Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD).

LN

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