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Norddeutschland Der Oktober zeigte sich golden, aber zu nass
Nachrichten Norddeutschland Der Oktober zeigte sich golden, aber zu nass
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22:27 30.10.2013
Lübeck

Der Oktober ist deutlich wärmer, aber auch erheblich regenreicher gewesen als üblich. Die Durchschnittstemperatur in Schleswig-Holstein lag bei 11,1 Grad — und damit über dem langjährigen Mittelwert (9,5 Grad). Das teilte der Deutsche Wetterdienstes (DWD) gestern mit. Am wärmsten war es mit durchschnittlich 11,5 Grad in Hamburg und Bremen.

In Schleswig-Holstein fielen im Oktober 87 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der Durchschnittswert aus den Vorjahren liegt bei 73 Litern. „14 Liter mehr, das ist schon so einiges“, sagt Diplom-Meteorologe Lars Kirchhübel vom DWD. Dazu zeichneten die Meteorologen 102 Sonnenstunden auf, etwas mehr als im Mittel (98 Stunden). Am längsten schien die Sonne in Elpersbüttel (Kreis Dithmarschen). Dort wurde sie 113,9 Stunden gesichtet. Die wenigsten Sonnenstunden (81,4) gab es dagegen in Kiel-Holtenau. Am wärmsten war es mit 20,4 Grad am 22. Oktober in Quickborn (Kreis Pinneberg). Die niedrigste Temperatur wurde am 18. Oktober in Lübeck-Blankensee gemessen: minus 1,2 Grad.

Für die Landwirte scheinen die Bedingungen optimal gewesen zu sein: „Aufgrund des milden und trockenen Herbstwetters konnte dieses Jahr die Maisernte zügig abgeschlossen werden“, berichtet Daniela Rixen von der Landwirtschaftskammer. Auch die Bestellung des Wintergetreides sei reibungslos verlaufen. Im vergangenen Jahr war der Oktober deutlich kälter gewesen. Der erste Schnee war schon gegen Ende des Monats gefallen.

Einen Schatten auf den ansonsten goldenen Monat hat allerdings der heftige Herbststurm geworfen. „Auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben entstand zum Teil erheblicher Sachschaden“, bilanziert Rixen. Dabei seien Menschen und auch Tiere zu Schaden gekommen. Orkantief „Christian“ hatte das Land am Montag durcheinandergewirbelt. In St. Peter-Ording, wo eine Spitzenböe von 172 Kilometer pro Stunde auftrat, wurde nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes noch nie so starker Wind registriert.

Und wie geht es weiter? Eine Bauernregel besagt: „Ist der Oktober warm und fein, kommt ein harter Winter ‘rein/ Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.“ In den kommenden Tagen soll es erst mal etwas kühler werden, „so wie es sich für einen November gehört“, erklärt Alina Voß, Diplom-Meteorologin von der Wetterwelt GmbH aus Kiel. Die Temperaturen liegen tagsüber um die zehn Grad;

nachts geht es ‘runter auf etwa fünf Grad. „Es wird wechselhaft bleiben“, sagt Voß voraus. Denn vom Atlantik schieben sich immer wieder Tiefausläufer herein. Dabei könne es zum Wochenende auch wieder windiger werden, kündigt die Wetterexpertin an. Julia Paulat

LN

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