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Norddeutschland Der Umwelt zuliebe: Darum trennen wir Müll
Nachrichten Norddeutschland Der Umwelt zuliebe: Darum trennen wir Müll
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21:35 17.04.2018
Ottmar Jensen (58) zeigt seinen Behälter für den Gelben Sack. „Joghurtbecher spülen wir noch aus.“ Quelle: Fotos: Lutz Roessler
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Lübeck

„Mülltrennung? Klar machen wir da mit“, sagt Ottmar Jensen (58). Der selbstständige Hausmeister steht in Latzhose im Hof und weist auf einen grünen Behälter, in dem sich sein Gelber Sack befindet.

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Ottmar Jensen (58) zeigt seinen Behälter für den Gelben Sack. „Joghurtbecher spülen wir noch aus.“

„Den Behälter habe ich im Internet bestellt, so etwas braucht man, anders geht es ja nicht.“ Joghurtbecher würden kurz ausgespült, bevor sie in den Müll gehen. „Und Essensreste kommen in die braune Tonne. Der Umwelt zuliebe.“

Als Hausmeister sehe er jedoch, dass in großen Wohnanlagen viele nicht so auf Mülltrennung achten. „Ich habe das Gefühl, dass besonders ältere Leute damit oft überfordert sind.“ Viele junge Leute dagegen hätten auf Mülltrennung einfach keine Lust, nimmt er an.

Für Niklas Peters (18) dagegen ist Mülltrennung selbstverständlich. „Das habe ich schon als Kind so kennengelernt.“ Ihm gefällt die Idee, dass der Abfall noch verwertet werden kann. „Das ist doch nicht schlecht.“

Beate Dankert (49) ist skeptisch. „Man hört immer wieder, dass der meiste Müll aus dem Gelben Sack gar nicht wiederverwertet, sondern dann doch einfach entsorgt wird.“ Außerdem stört sie, dass die Gelben Säcke zu dünn sind und leicht reißen. „Wenn man sie zum Abholen rausstellt, weht oft was weg. Das gefällt mir nicht.“

Leser-Umfrage: Ist Mülltrennung sinnvoll? Ist das System zu kompliziert? Wie gehen Sie mit Ihren Abfällen um? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Die Adresse: Lübecker Nachrichten, Redaktion Norddeutschland, Herrenholz 10-12, 23556 Lübeck, E-Mail norddeutschland@LN-Luebeck.de

 Von Marcus Stöcklin

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