Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Designierte Kieler Minister im Kurzporträt
Nachrichten Norddeutschland Designierte Kieler Minister im Kurzporträt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:45 16.06.2017
Daniel Günther (CDU, oben l.) und seine designierten Kabinettsmitglieder des «Jamaika»-Bündnisses aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen: Heiner Garg (oben 2.v.l, FDP, Soziales) Monika Heinold (2.v.r, Bündnis 90/Die Grünen, Finanzen) und Bernd Buchholz (oben r, FDP, Wirtschaft) sowie Robert Habeck (unten l, Bündnis 90/Die Grünen, Umwelt und Landwirtschaft), Karin Prien (unten 2.v.l, CDU,Bildung), Sabine Sütterlin-Waack (unten 2.v.r, CDU, Justiz) und Hans-Joachim Grote (unten r, CDU, Inneres).  Quelle: dpa
Anzeige
Kiel

MINISTERPRÄSIDENT - Daniel Günther (CDU/43) ist der Politiker des Jahres im Land. Erst im November 2016 hatte er Ingbert Liebing an der Spitze der Nord-CDU abgelöst. In den Landtagswahlkampf ging er als Außenseiter gegen SPD-Amtsinhaber Torsten Albig, die Wahl gewann er klar. Der Politikwissenschaftler war lange CDU-Landesgeschäftsführer. 2009 kam er in den Landtag; 2014 wurde er Fraktionschef. Der gebürtige Kieler ist Katholik, hat mit seiner Frau eine Tochter und ist passionierter Jogger.

INNENMINISTER - Hans-Joachim Grote (CDU/62) ist ein erfahrener Kommunalpolitiker. Der gebürtige Paderborner lenkt seit 2005 als Oberbürgermeister von Norderstedt die Geschicke der fünftgrößten Stadt im Land. Er ist Vorsitzender des Städteverbandes, trat aber landespolitisch noch nicht so sehr in Erscheinung. Im Ehrenamt ist der verheiratete Vater von zwei Kindern Präsident des Deutschen Bibliotheksverbandes.

FINANZMINISTERIN - Monika Heinold (Grüne/58) ist seit 2012 Ressortchefin. Die gelernte Erzieherin achtet auf Ausgabendisziplin, fördert aber notwendige Investitionen. In den Koalitionsgesprächen mit CDU und FDP war die in ihrer Partei hoch respektierte Heinold Verhandlungsführerin. Vor ihrem Wechsel in die Regierung gehörte die gebürtige Gütersloherin ab 1996 dem Landtag an. In der Freizeit segelt und liest die Mutter von zwei Kindern gern.

BILDUNGSMINISTERIN - Karin Prien (CDU/51) wurde vom designierten Ministerpräsidenten Daniel Günther als erste Wunschministerin öffentlich gemacht. Die Rechtsanwältin kommt aus Hamburg an die Förde. An der Alster setzte sie sich für das G8-Abi ein, in Kiel will sie G9 umsetzen. Die gebürtige Amsterdamerin war seit 2015 CDU-Fraktionsvize in Hamburg. Prien, verheiratete Mutter von drei Kindern, gilt als ehrgeizig. Sie spielt Tennis, kocht und liest gern.

UMWELTMINISTER - Robert Habeck (Grüne/47) bleibt wie seit 2012 auch für Landwirtschaft zuständig, nun zusätzlich für Digitalisierung. Nach dem Philosophie- und Germanistikstudium schrieb er als freier Schriftsteller mehrere Bücher, bevor er in die Politik ging. 2004 bis 2009 war Habeck Landesvorsitzender der Grünen, danach Fraktionschef. In diesem Jahr verlor der Vater von vier Söhnen nur knapp das Rennen um die Spitzenkandidatur der Grünen zur Bundestagswahl.

SOZIALMINISTER - Heiner Garg (FDP/51) führte das Ressort schon von 2009 bis 2012 und freut sich sehr auf die Rückkehr. Der Diplom-Volkswirt ist seit 2000 im Landtag und seit 2011 Landesvorsitzender der FDP. Im Parlament profilierte er sich vor allem als Finanzpolitiker. Er war dort lange Fraktionsvize und später Parlamentarischer Geschäftsführer. Der Lebensgefährte des gebürtigen Freiburgers lebt in Manhattan.

WIRTSCHAFTSMINISTER - Bernd Buchholz (FDP/55) ist ein Politik-Rückkehrer. Schon von 1992 bis 1996 gehörte der Jurist dem Landtag an. Er machte sich schnell einen Namen als Vize-Vorsitzender des „Schubladen-Ausschusses“ zur Klärung von Spätfolgen der Barschel- Affäre. Danach wechselte der gebürtige Berliner zu Gruner + Jahr, wo er von 2009 bis 2012 Vorstandschef war. Seit 2013 ist er Landesvize der Nord-FDP. 2013 kandidierte er vergeblich für den Bundestag, weil seine Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.

JUSTIZMINISTERIN - Sabine Sütterlin-Waack (CDU/59) kletterte spät die politische Karriereleiter hoch. Erstmals machte die Rechtsanwältin Schlagzeilen, als sie 2012 sehr knapp gegen den damaligen CDU-Landesvorsitzenden Jost de Jager das Direktmandat zur Bundestagswahl im Wahlkreis Flensburg-Schleswig verpasste. Nach de Jagers Rückzug wurde sie 2013 dann doch in den Bundestag gewählt. Seit November 2016 ist sie stellvertretende CDU-Landesvorsitzende. Bei den Koalitionsverhandlungen gehörte sie zum CDU-Spitzenteam.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige