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Norddeutschland Deutschlands dienstälteste Fotojournalistin mit 96 Jahren gestorben
Nachrichten Norddeutschland Deutschlands dienstälteste Fotojournalistin mit 96 Jahren gestorben
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17:26 27.06.2013
Fotografin Erika Krauß gestorben. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Hamburg

„Erika Krauß gehörte einfach zum Hamburger Rathaus dazu (...). Und dass sie noch sehr weit über übliche Ruhestandsgrenzen hinaus arbeitete, zeigt, dass ihre Tätigkeit für sie mehr als ein Beruf war“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) über die bis zuletzt arbeitende Fotografin.

Erika Krauß, die stets extravagant mit schwarzem Hut und schwarzer Kleidung auftrat, begleitete seit 1950 das politische Geschehen in der Hansestadt. Sie wurde zu ihrem 90. Geburtstag mit einem eigenen Empfang im Rathaus geehrt. „Sie ist eine Institution“, sagte Hamburgs damaliger Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

„Mit ihr verlieren wir eine geliebte Freundin, eine ungewöhnliche und hochrespektierte Kollegin und einen wunderbaren Menschen. Ohne sie wird es nicht mehr so sein, wie es war“, erklärte der Vorsitzende der Landespressekonferenz Hamburg, Jürgen Heuer.

In ihrer Karriere hat Krauß nicht nur zahlreiche Politiker wie Michail Gorbatschow, Helmut Kohl und Jassir Arafat, sondern auch etliche Royals fotografiert. 1965 begleitete sie die noch junge Königin Elizabeth II., später folgten Prinz Charles und Lady Di. Am besten hat ihr nach eigenen Angaben aber Königin Silvia von Schweden gefallen.

Für ihre Verdienste um die politische Berichterstattung erhielt Krauß 1999 den Alexander-Zinn-Preis des Hamburger Senats. In der Begründung hieß es, sie habe sich „um das öffentliche Wohl Hamburgs verdient gemacht“. Zu ihren Freunden zählten neben Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) mehrere ehemalige Bürgermeister und Senatoren.

dpa

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