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Norddeutschland Die Schulen werden digitaler
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21:21 02.08.2016
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Kiel

. Bei der digitalen Bildung an Schulen ist Schleswig-Holstein nach Ansicht von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) auf einem guten Weg. Auch wenn es im Land und in ganz Deutschland noch Nachholbedarf gebe, lasse sich eine Dynamik feststellen, sagte Ernst bei der Vorstellung einer aktuellen Umfrage an 656 Schulen zum Thema. „Das Lernen mit digitalen Medien spielt eine immer größere Rolle im Unterricht“, sagte Ernst. Es gebe über alle Schularten hinweg sehr erfolgreiche Ansätze für das Lernen mit digitalen Medien.

Schleswig-Holsteins SPD-Schulministerin Britta Ernst. Quelle: dpa

Erfreulich sei, dass mittlerweile 61 Prozent der Schulen im Land ein Konzept für Medienbildung entwickelt hätten, sagte Ernst. Dies sei ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zur Umfrage von 2014. Aktuell arbeiten 122 Schulen an einem Medienkonzept. Zum Vergleich: 2014 waren es nur 21. Dies zeige, auch in den Schulen werde zunehmend die Notwendigkeit für die Entwicklung solcher Konzepte gesehen, heißt es in der Untersuchung. Knapp zwei Drittel der Schulen verfügen über festes WLan (2014: 57,1 Prozent). 31,6 Prozent der Schulen nutzen schnelle Anschlüsse wie VDSL, Glasfaser und Kabel (2014: 14,5 Prozent). Bis 2020 sollen laut Ernst alle Schulen ans Breitbandnetz angeschlossen sein.

Auch die Entwicklung der technischen Infrastruktur sei erfreulich, sagte einer der Autoren der Studie, Christoph Olsen. So verfügten nahezu alle Schulen über Computerausstattung für unterrichtliche Zwecke. 8,1 Schüler müssen sich im Schnitt einen Rechner teilen, 2012 lag das Verhältnis noch bei 12:1. Überwiegend wird dabei mit stationären Rechnern gearbeitet. Laptops und Tablets machen mengenmäßig nur einen geringen Anteil aus. Ein Grund für den hohen Festrechner-Anteil wird laut Studie bei Betrachtung der Standorte ersichtlich: 54,9 Prozent der Endgeräte befinden sich noch in Computerräumen. Doch davon müsse man wegkommen, findet Ohlsen, der am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig- Holstein beschäftigt ist. Die Endgeräte müssten dorthin, wo tatsächlich der Unterricht stattfindet.

Dies könnte auch durch den Einsatz privater Endgeräte geschehen. Die Studien-Autoren und auch die Ministerin sehen dies grundsätzlich positiv. Doch noch kommt es der Studie zufolge an über der Hälfte der teilnehmenden Schulen (57,9 Prozent) nie zum Einsatz privater Smartphones, Tablets oder Laptops.

Für Ernst ist der Umgang mit digitalen Medien eine Kernkompetenz wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Ministerin hat das Thema daher auch zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht: Der Umgang mit den digitalen Medien müsse so früh wie möglich erlernt werden. Daher fördert das Ministerium nachhaltige Medienprojekte.

LN

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