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Norddeutschland Diese Weihnachtsmärkte in der Region lohnen sich besonders
Nachrichten Norddeutschland Diese Weihnachtsmärkte in der Region lohnen sich besonders
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17:47 30.11.2018
In Schleswig-Holstein gibt es viele Möglichkeit, um sich in Weihnachtsstimmung zu bringen. Wir stellen hier einige schöne Märkte vor. Quelle: Vanessa Casper
Lübeck/Kiel

Die Weihnachtszeit ist da, und mit ihr starten zahlreiche Adventsmärkte in Schleswig-Holstein in die Saison. In Lübeck, Kiel, Flensburg, an der Nord- und Ostseeküste und im Hinterland ist für jeden Geschmack etwas dabei. Adventsbasar auf einem kleinen Gutshof, Lichterglanz in der Hansestadt, Riesenkalender am Ufer der Eider: Tourismus-Experten empfehlen Besuchern drei besondere Märkte. Hier alle Märkte in der Region auf einen Blick:

Die Weihnachtsstadt des Nordens

Weihnachten ist ein Gefühl – und Lübeck ist ganz vorne dabei“, sagt Christian Martin Lukas, Geschäftsführer des Lübeck und Travemünde Marketings. Zehn verschiedene Stellen in der historischen Altstadt mit je anderem Schwerpunkt laden Besucher zu einem gemütlichen Bummel ein. „Der Lübecker Weihnachtsmarkt hat bundesweit Strahlkraft“, berichtet Astrid Hansen von der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein (Tash). Es freue sie, dass Gäste aus ganz Deutschland nach Lübeck kommen. Das stärke das Ziel, den Tourismus in der Nebensaison zu stärken.

Der Lübecker Weihnachtsmarkt ist auf dem Marktplatz neben dem Rathaus zu sehen. Der Lübecker Weihnachtsmarkt beginnt am 26. November 2018. Quelle: Markus Scholz/dpa

Wo aber soll es hingehen? Besucher haben da eine große Auswahl. Da wäre etwa der traditionelle Weihnachtsmarkt rund um das Rathaus und in der Breiten Straße mit diversen Glühweinständen und kulinarischem Angebot. Bei der Marienkirche lädt ein Märchenwald mit Figuren in die Welt der Gebrüder Grimm ein. Eine 200 Quadratmeter große Eisbahn für Kinder bis 12 Jahre und einen „Wichtelwald“ gibt es im Hof des Burgklosters und auf der Dachterrasse des Hansemuseums.

Kunsthandwerk im Hospital

Im Heiligen-Geist-Hospital stellen 125 Aussteller ihre Arbeiten auf einem Kunsthandwerkermarkt vor. Kunsthandwerk können Besucher auch im Marienkirchhof erwerben. Auf einer Bühne treten dort Gaukler und Musiker in historischem Gewand auf.

Die Stände im Heiligen-Geist-Hospital haben vom 30. November bis zum 10. Dezember geöffnet, der Eintritt kostet drei Euro. Der Startschuss für die anderen Märkte fällt bereits am 26. November, die Saison geht bis zum 30. Dezember. In der Woche haben sie von 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr geöffnet.

Landgefühle auf Gut Basthorst

„Wer einmal die Weihnachtszeit auf dem Land erleben will, kann an den Adventswochenenden zum Gut Basthorst im Kreis Herzogtum Lauenburg fahren“, empfiehlt Astrid Hansen. Der Gasthof beherbergt 300 Aussteller aus den verschiedensten Regionen und Bereichen. Am 30. November gibt es zum Auftakt ein Benefizkonzert mit Sängerin Vicky Leandros.

Ländliches Idyll im Kreis Herzogtum Lauenburg finden Besucher in der Weihnachtszeit auf dem Gasthof Basthorst. Quelle: jeb

Highlights für Familien sind laut Gutshof auch ein Wasserfeuerwerk vor dem Herrenhaus, Kutschfahrten durch die winterliche Landschaft und eine „Märchenwerkstatt“. Am letzten Adventswochenende wird die Weihnachtsgeschichte tagsüber zwischen 13 und 17 Uhr immer zur vollen Stunde von Schauspielern und echten Tieren in einer Scheune gespielt. Der Markt erwartet die Gäste mit kulinarischen Spezialitäten wie Bratäpfeln, heißen Maronen und Honigpunsch.

Öffnungszeiten sind an den Adventswochenenden freitags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro, Kinder unter 16 Jahren sind frei.  

Advent an der Nordsee

Advent feiern geht auch an der Nordseeküste, weiß Astrid Hansen. Beispielsweise im nordfriesischen Kurort Tönning mit seinen 5000 Einwohnern. Das historische Packhaus am Hafen mit seinen zahlreichen Fenstern und Lagertüren werde zum längsten Weihnachtskalender der Welt, sagen die Veranstalter. Das sei sogar im Guiness-Buch der Rekorde erwähnt. Die Türen werden mit den Zahlen 1 bis 24 dekoriert und mit Lichtern in Szene gesetzt.

Die Lichter des historischen Packhauses im schleswig-holsteinischen Tönning spiegeln sich im Wasser des Hafenbeckens. In der Vorweihnachtszeit wird der historische Speicher als Adventskalender beleuchtet. Quelle: Carsten Rehder/ dpa

Jeden Tag wird symbolisch eine Tür geöffnet. Dahinter versteckt sich zwar keine Schokolade, dafür aber an ausgewählten Tagen Programmpunkte für die Familie: etwa Basteln, Lesungen, ein Streichelzoo und Weihnachtslieder.

Am Wochenende gibt es auch einen Weihnachtsmarkt. Er öffnet vom ersten bis vierten Adventswochenende jeweils samstags und sonntags im historischen Packhaus am Hafen. Wer einen Tagesgewinn ergattern will, kann sich per Mail registrieren. Weitere Informationen im Internet: www.weihnachtsereignis.de

Seit wann gibt es Weihnachtsmärkte?

Die Tradition der Weihnachtsmärkte geht zurück auf spätmittelalterliche Verkaufsmessen und Märkte. Zu Beginn der kalten Jahreszeit deckten sich die Menschen mit Fleisch und winterlichem Bedarf ein. Im 14. Jahrhundert kam der Brauch auf, Handwerkern, Spielzeugmachern, Korbflechtern und Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände für Kleinigkeiten wie Nüsse, Mandeln und Kastanien auf dem Markt zu errichten. Die bekamen Kinder dann zu Weihnachten geschenkt.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde im Jahr 1310 ein Nikolausmarkt in München erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Zeit breitete sich eine Tradition im gesamten deutschen Sprachraum aus. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums –und sind heutzutage weltweit verbreitet.

Saskia Bücker

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