Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Dieser Mai ist rekordverdächtig
Nachrichten Norddeutschland Dieser Mai ist rekordverdächtig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:42 30.05.2018
Der diesjährige Mai in Schleswig-Holstein wird voraussichtlich der wärmste seit 1950. Quelle: dpa
Anzeige
Kiel

So sei etwa auf Sylt der Höchstwert von 2008 (13,7 Grad) bereits um 1,5 Grad überboten worden. In Lübeck-Blankensee sei es 1 Grad (1992: 14,1 Grad) und in Schleswig seien es 1,2 Grad (2016: 13,6) gewesen. Auch der Regen hielt sich demnach weitgehend zurück. Im Bereich der Messstation auf Sylt seien beispielsweise diesen Monat bisher nur 6,3 Liter, statt der durchschnittlichen 40 Liter pro Quadratmeter gefallen.

Dies steht im Kontrast zu enormen Regenmengen, die durch lokale Gewitter entstanden seien. Die Auswertung von Radarbildern habe etwa ergeben, dass während des Unwetters in Oststeinbek (Kreis Stormarn) östlich von Hamburg vor knapp drei Wochen innerhalb von zwei Stunden im teilweise 89,2 Liter pro Quadratmeter gefallen seien. Innerhalb dieser Zeit sei dort dementsprechend rund eineinhalb mal mehr Regen als in einem durchschnittlichen Mai in der Hansestadt gefallen.

Ein Unwetter mit diesem Ausmaß trete innerhalb dieser Region statistisch gesehen nur einmal in deutlich mehr als 100 Jahren auf.

Auch in anderen Nordländern deutet vieles auf den bisher wärmsten Mai seit 1950 hin. So wurde etwa in Schwerin genau wie in Hamburg-Fuhlsbüttel eine bisherige Monatsmitteltemperatur von 16 Grad gemessen. Der bisher wärmster Mai wurde an diesen Stellen 2016 beziehungsweise 1992 mit jeweils 14,3 Grad registriert.

Bis zum Wochenende gehe es in den Nordländern dann mit Wärme, Trockenheit und örtlichen Gewittern weiter.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige