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Norddeutschland Digitalfunk: Rufgruppe besetzt?
Nachrichten Norddeutschland Digitalfunk: Rufgruppe besetzt?
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21:22 06.07.2016

Zehn Jugendliche attackierten den Polizeibeamten und seinen Kollegen Mitte Juni nachts in Glinde, doch vier Versuche, bei der Leitstelle Lübeck Verstärkung zu ordern, scheiterten. Lag es am neuen, immer noch störanfälligen Digitalfunk? Im Innenausschuss des Landtags präsentierten SPD- Innenminister Stefan Studt und der Leiter der Polizeiabteilung, Jörg Muhlack, gestern eine neue Erklärung: Möglicherweise sei „die Rufgruppe“ besetzt gewesen.

In einer Rufgruppe sind demnach alle Einsatzkräfte einer Region zusammengefasst, die etwa 150 Polizisten, die tagsüber in Lübeck im Einsatz sind, zum Beispiel unter dem Rufnamen „Südwind 1“. Sie alle können immer mithören, was im Einsatzgebiet so gefunkt wird – allerdings kann auch nur einer zur Zeit einen Funkspruch zur Leitstelle absetzen. Nur nach Betätigen einer Notruf- Taste werden alle anderen Teilnehmer der Rufgruppe für 30 Sekunden gesperrt. Diese Taste sei aber vom Beamten beim Einsatz in Glinde nicht gedrückt worden.

Erneut räumten die Vertreter des Innenministeriums technische Probleme mit dem Digitalfunk ein. So gebe es alleine im Bereich der Leitstelle Lübeck zehn Regionen, in denen der Empfang schlecht sei:

Direkt am Flughafen Blankensee zum Beispiel, im Sachsenwald, in Mölln oder in Reinfeld. Dort und auch in Ostholstein sollen weitere Basisstationen aufgebaut werden, um die Sendeleistung zu erhöhen.

Zudem mache man immer noch einzelne Gebäudekomplexe aus, in denen ein Empfang nicht möglich sei. Zudem sorge ein Softwarefehler in den Geräten dafür, dass sie zum Beispiel in Kiel versuchen würden, sich in Funkkreise der Flugaufsicht einzuwählen. Das verhindere die Technik dort zwar, die Geräte würden dann aber erst mal gar kein Netz bekommen. Man arbeite daran. Die CDU- Opposition warf dem Minister gestern erneut vor, die Probleme schönzureden.

wh

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