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Dithmarschen: 9000 Gänse müssen gekeult werden

Berlin/Heide/Woldegk Dithmarschen: 9000 Gänse müssen gekeult werden

Israel, Japan, Südafrika und Südkorea haben die Einfuhren von Geflügel und Geflügelprodukten aus Deutschland verboten. Im Kreis Dithmarschen laufen gleichzeitig Vorbereitungen für die Tötung von knapp 9000 Gänsen. Die Tiere müssen wegen der Geflügelpest getötet werden. In Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) muss ein Straußzüchter alle seine Laufvögel schlachten.

Ein Schild „Geflügelpest Beobachtungsgebiet“ steht am Straßenrand.

Quelle: J. Stratenschulte/archiv

Berlin/Heide/Woldegk. Die Ausbreitung der Vogelgrippe trifft den deutschen Export von Geflügel und Geflügelprodukten. Israel, Japan, Südafrika und Südkorea haben inzwischen Einfuhren aus Deutschland verboten, wie es aus dem Bundesagrarministerium hieß. Faktisch sind Exporte in zwölf weitere Länder außerhalb der EU vorerst nicht möglich, da in den nötigen Dokumenten die Freiheit Deutschlands von der Vogelgrippe nicht bescheinigt werden kann.

Das Ministerium bemüht sich darum, mit Zielländern für Exporte über sogenannte Regionalisierungen zu verhandeln. Demnach könnte in diese Länder weiter exportiert werden - mit Ausnahme von Geflügel aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist der Erreger auch bei Nutzgeflügel und nicht nur bei Wildvögeln gefunden worden.

9000 Gänse werden in Dithmarschen gekeult

Im Kreis Dithmarschen laufen die Vorbereitungen für die Tötung von knapp 9000 Gänsen auf Hochtouren. Die Tiere müssen wegen der Geflügelpest getötet werden.

Das Friedrich-Löffler-Institut prüft zurzeit, ob die Gänse von dem stark krankmachenden Geflügelpest-Erreger H5N8 oder von niedrigpathogenen Grippeviren befallen sind. „Die Untersuchungen laufen noch, wir rechnen erst für Dienstag mit Ergebnissen“, sagt am Montag die Sprecherin des Umweltministeriums, Nicola Kabel. Bereits beim Nachweis niedrigpathogener Grippeviren ist jedoch die Tötung des Bestandes gesetzlich vorgeschrieben. Subtypen der Viren H5 und H7 könnten in Geflügel spontan mutieren, hieß es aus dem Landeslandwirtschaftsministerium zur Begründung. 

„Die so genannte Keulung kann aus organisatorischen Gründen nicht vor Dienstag beginnen“, sagte Kreissprecher Björn Jörgensen. Im Kreishaus berieten am Montag Veterinäre, Ordnungsbehörden, Katastrophenschutz und Polizei über das weitere Vorgehen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

 

Straußenzüchter: Wegen Stallpflicht zum Schlachten gezwungen

Die Vogelgrippe bedroht einen der erfahrensten Straußenbetriebe in Nordosten: Harald Pfeiffer aus Canzow bei Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). „Ich habe meine Tiere jetzt zum Schlachten angemeldet“, erklärte Pfeiffer am Montag in Canzow. Grund dafür sei, dass er für die 54 Laufvögel keine Ausnahmegenehmigung vom Veterinäramt des Landkreises bekommen habe wie bei früheren Fällen von Vogelgrippe. „Strauße kann man aber nicht guten Gewissens einsperren“, sagte Pfeiffer, der seit 2001 als einer der ersten Züchter im Land diese Vögel hält. Der Schlachtwert eines Straußes liege bei etwa 1000 Euro.

Eine Sprecherin des Landkreises bekräftigte das „Aufstallgebot“ für den Mann aus Canzow. Wenn bei den Straußen der Erreger H5N8 festgestellt würde, wären in einem Umkreis von zehn Kilometer mehr als 700 000 Stück Geflügel betroffen. Dies sei ein zu hohes Risiko, deshalb sollten die Strauße eingestallt werden.

Dies wird aber in Kreisen unterschiedlich gehandhabt. „Bei uns gab es zwei Ausnahmegenehmigungen für Straußenhalter in Blankensee und bei Ahlbeck am Haff“, erklärte Achim Froitzheime, Sprecher im Kreis Vorpommern-Greifswald. Dort seien keine größeren Geflügelbestände in der Nähe. „Strauße einsperren ist schwierig, da braucht man eine Reithalle.“ Auch Straußenhalter im Kreis Ludwigslust-Parchim sollen aus Tierschutzgründen Ausnahmegenehmigungen haben. 

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