Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Drei Engpässe auf dem Weg zur Küste
Nachrichten Norddeutschland Drei Engpässe auf dem Weg zur Küste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:14 13.05.2016

Für viele Pfingsturlauber wird die Anreise an die Küste zu einer harten Geduldsprobe. Schon in Niedersachsen müssen sie viele Baustellen auf der A 1 und der A 7 in Richtung Norden passieren. Hinter Hamburg in Richtung Ostseeküste gibt es noch einmal drei Engpässe auf der A 1, durch die sich Autos, Wohnwagen und Lastwagen zwängen müssen.

Behinderungen gibt es zunächst bei Großhansdorf. Dort wird eine Gehwegbrücke über die Autobahn erneuert, der Verkehr auf der A 1 wird dafür in beiden Fahrtrichtungen von drei auf zwei Spuren geleitet und an der Baustelle vorbeigeführt. Die Arbeiten sollen „in der zweiten Juni-Hälfte“ abgeschlossen sein, sagt Jens Sommerburg vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Lübeck. Der nächste Engpass ist dann zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld. Nahe der Raststätte Trave wird ebenfalls eine Brücke saniert, der Verkehr wird auf etwa zwei Kilometer Länge verschwenkt, pro Fahrtrichtung stehen dort nur zwei verengte Spuren zur Verfügung. Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt dauern noch bis in den August.

Die größte Baustelle wartet dann einige Kilometer weiter nördlich hinter Lübeck. Zwischen der Anschlussstelle Bad Schwartau und dem Parkplatz Sereetzer Feld werden auf etwa fünf Kilometern Länge die Lärmschutzwände erneuert und erhöht, auch am Mittelstreifen und der Entwässerung wird gearbeitet. Pro Fahrtrichtung gibt es zwei verengte Spuren. Die gesamte Baumaßnahme dauert noch bis ins Jahr 2019. „Über das Pfingstwochenende werden die Arbeiten aber ausgesetzt“, sagt Sommerburg. Auch die Tagesbaustellen zur Fahrbahnmarkierung im Bereich Oldenburg machen über die Feiertage Pause.

Schon in den vergangenen Tagen ging zwischen der Abfahrt Bad Schwartau und der Zufahrt zur A 226 zeitweise über mehrere Kilometer nichts mehr voran, weil der Verkehr bei der Einrichtung der Baustelle von drei Spuren auf nur eine Spur geleitet wurde. „Ausgerechnet vor Pfingsten ist das ein absolutes Unding“, empört sich Torsten Thieme. Drei- bis viermal pro Woche fährt der Grömitzer nach Lübeck, immer wieder gerät er dabei ins Verkehrschaos. Aber noch viel mehr ärgert ihn die Situation für die Urlauber. „Wir sind ein Ferienland“, sagt er. „Die Urlauber sind für uns existenziell wichtig. Wir können sie mit solchen Baustellen nicht ständig verärgern, sonst haben sie irgendwann keine Lust mehr auf Schleswig-Holstein und fahren woanders hin.“ Der 60-Jährige ist Inhaber des Kurmittelzentrums „Fit & Vital“ in Grömitz, bekommt dort häufig den Unmut der Touristen über die Verkehrssituation zu hören. „Jeder Zeitpunkt ist für die Autofahrer ein Ärgernis. Aber die Straßen müssen nun mal irgendwann instand gesetzt werden“, sagt Ulf Evert, Sprecher des ADAC in Schleswig-Holstein. Es habe einen „jahrzehntelangen Sanierungsstau“ gegeben, deshalb jetzt der dringende Bedarf. „Wer zu uns in den Norden kommt, muss damit rechnen, dass es etwas länger dauert“, sagt er. „Oder er muss sehr früh oder sehr spät losfahren.“ jd/cri

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Spiegel“: Ministerium wusste im Juli 2015 von Nahrungsentzug im Jugendheim – Alheit hatte das bestritten.

13.05.2016

. Wegen der heimtückischen Ermordung seiner erwachsenen Tochter hat das Landgericht Hamburg einen 45-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt.

13.05.2016

. Grausiger Fund in einem ruhigen Hamburger Wohngebiet: Polizisten haben am Donnerstagabend eine Frauenleiche in einem Koffer entdeckt und einen gebürtigen Rostocker festgenommen.

13.05.2016
Anzeige