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Norddeutschland Drogen und Umweltsünden auf See
Nachrichten Norddeutschland Drogen und Umweltsünden auf See
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10:25 02.10.2016
Das Wasserschutzpolizeiboot Habicht beteiligte sich vor einier Woche an der Rettung von drei Anglern, die vor Timmendorfer Strand in Seenot geraten waren. Hfr Quelle: Polizei
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Kiel/Rostock

Drogen im Schiffsverkehr seien ein relativ neues, allerdings noch geringes Phänomen, im Gegensatz zum Alkohol. Hier geht die Polizei von einem gleichbleibenden Stand in den vergangenen Jahren aus.

Die Grenze für Alkohol im Schiffsverkehr liegt wie auf der Straße bei 0,5 Promille. Allerdings spielten bei Unfällen auf dem Wasser Alkohol und Drogen nur eine untergeordnete Rolle.

An den schleswig-holsteinischen Küsten sind unter Drogen stehende Schiffsführer offenbar weder in der Sport- noch in der Berufsschifffahrt aufgefallen. Für das Fahren unter Drogeneinfluss gebe es, anders als im Straßenverkehr, keine rechtsverbindliche Regelung, erklärt Torge Stelck, Sprecher der Landespolizei SchleswigHolstein. Aufgrund der fehlenden rechtsverbindlichen Regelung gebe es hierfür auch keine Feststellungen. Nur, wenn es beweiserheblich zu drogenbedingten Ausfallerscheinungen komme, seien gegebenenfalls Straftatbestände anwendbar. Stelck: „Das war in den vergangenen Jahren aber nicht der Fall.“

Die Wasserschutzpolizeidienststellen führten regelmäßig Kontrollen durch. In den vergangenen Jahren gab es mehr als 3000 Kontrollen in der Berufsschifffahrt und mehr als 2000 in der Sportschifffahrt.

Dabei wurden in den Jahren 2014 und 2015 zusammen 15 Alkoholverstöße in der Berufsschifffahrt und 40 in der Sportschifffahrt festgestellt.

Für Ordnung und Sicherheit auf der Ostsee ist auch die Bundespolizei See zuständig. Neben der Trunkenheit am Steuer zählen Umweltvergehen zu den häufigsten Delikten. So werden Schadstoffe immer wieder in der Ostsee verklappt.

In den vergangenen Jahren wurde in MecklenburgVorpommern wiederholt Paraffin an die Strände gespült, das illegal entsorgt worden war. In Verdacht stehen Frachter, die auf See ihre Tanks reinigen.

Zur Überwachung und zum Aufspüren von Umweltsündern werden sowohl die Ostsee, als auch die Nordsee täglich mit einem Hubschrauber überflogen. Entdeckt die Besatzung Ölspuren, werden Gewässerproben entnommen. „Die Zahl der Gewässerverunreinigungen ist jedoch rückläufig“, sagt ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

 ley

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