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Norddeutschland „Dschungelcamp“-Lehrerin soll wieder arbeiten
Nachrichten Norddeutschland „Dschungelcamp“-Lehrerin soll wieder arbeiten
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20:10 03.01.2018
Lüneburg

Ob es sich dabei um die frühere Schule der Pädagogin in Soltau handelt, wollte die Sprecherin nicht sagen. Die Lehrerin war Anfang 2016 trotz einer Krankschreibung mit zu den „Dschungelcamp“-Dreharbeiten nach Australien gereist, da ihre Tochter an der zehnten Staffel der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teilnahm. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wirft ihr den Gebrauch eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses vor. Zuvor hatte die Frau vergeblich einen Urlaubsantrag eingereicht.

Ende Dezember errang die Lehrerin vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg einen Teilerfolg. Bis zur abschließenden Entscheidung über die Disziplinarklage der Schulbehörde gegen sie setzte das Gericht auf ihren Antrag hin die im Januar angeordnete Dienstenthebung sowie die Einbehaltung der Hälfte ihrer Dienstbezüge aus. Die Landesschulbehörde hat beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg Beschwerde eingelegt. Das Gericht wird darüber im schriftlichen Verfahren entscheiden, wie eine Sprecherin mitteilte. Ein konkreter Zeitpunkt könne noch nicht genannt werden.

Im Februar wird sich zudem das Landgericht Lüneburg mit dem Fall beschäftigen. Nachdem das Amtsgericht Soltau die Frau im März zu einer Geldstrafe verurteilt hatte, legte die Verteidigung Berufung ein. Seine Mandantin sei tatsächlich krank gewesen, betonte der Anwalt.

Der Bund der Steuerzahler begrüßte, dass die Frau wieder arbeiten soll – schließlich werde sie auch voll bezahlt. Kein Verständnis zeigt der Verein hingegen dafür, dass sich das Verfahren um die Dschungelcamp-Lehrerin so lange hinzieht.

LN

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