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Norddeutschland Schleswig-Holstein beschließt Dürrehilfen von zehn Millionen Euro
Nachrichten Norddeutschland Schleswig-Holstein beschließt Dürrehilfen von zehn Millionen Euro
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18:28 25.09.2018
Ein Landwirt bearbeitet mit Traktor und Grubber den trocken Boden auf einem Acker und wirbelt dabei viel Staub auf. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
Kiel

Das Landeskabinett in Kiel hat am Dienstag die Beteiligung am Bund-Länder Programm für Dürrehilfen an Bauern beschlossen. Das Land stehe zu seiner Verantwortung und stelle den Landwirten zehn Millionen Euro zur Verfügung, sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne).

Das Agrarministerium hatte Anfang August die Dürreschäden im Land auf 422 Millionen Euro geschätzt. Der Bund sagte den deutschen Bauern bis zu 170 Millionen Euro zu. Davon sollen zehn Millionen auf Schleswig-Holstein entfallen, die das Land um die gleiche Summe ergänzt. Die Bauern hatten die schlechteste Ernte seit vielen Jahren eingefahren.

Ministerium rechnet mit mehr als 1000 Anträgen

„Dieses Jahr stellt die Landwirtschaft auf eine echte Bewährungsprobe“, sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Dienstag. „Mit der gefundenen Vereinbarung bekommen die Landwirte Klarheit, was die Hilfen anbetrifft.“ Das Land hatte im Sommer bereits steuerliche Maßnahmen zu ihrer Entlastung ergriffen. Das Agrarministerium bereitet für Dürrehilfen derzeit das Antrags- und Auszahlungsverfahren vor. Es rechnet mit mehr als 1000 Anträgen.

Ertrag um mehr als 30 Prozent geringer

Es sind mehrere Kriterien zu erfüllen, um Hilfe bekommen zu können. So muss der Naturalertrag auf Acker und Grünland im Betriebsdurchschnitt um mehr als 30 Prozent geringer sein als im Schnitt der letzten drei Jahre. Die positiven Einkünfte laut Steuerbescheid dürfen bei Eheleuten 120 000 Euro nicht überschreiten. Für Einzelpersonen gelten 90 000 Euro.

Auch Einkünfte, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, werden verrechnet. Zudem soll dieses Prinzip gelten: Je höher das Privatvermögen, desto geringer die Hilfe. Diese soll auch nur dann möglich sein, wenn der Betrieb ohne Dürre nicht existenzgefährdet wäre.

dpa

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