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Norddeutschland „Egon“ bringt den Norden ins Rutschen
Nachrichten Norddeutschland „Egon“ bringt den Norden ins Rutschen
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21:13 13.01.2017
In der Nähe von Schwerin kam es gestern Morgen nach einem Glätteunfall zu einem langen Stau. Quelle: Fotos: Dpa
Hamburg/Flensburg

Heftige Probleme auf Straßen und Schienen: Tief „Egon“ hat in Norddeutschland mit Schnee und Eisglätte für Unfälle und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Schon am späten Donnerstagabend ereignete sich ein tragischer Unfall auf der A 7 nahe Handewitt (Kreis Schleswig-Flensburg). Hier kam ein Sportwagen ins Schleudern und raste in die Leitplanke. Der Fahrer starb, die Beifahrerin kam verletzt ins Krankenhaus. Die Ursache war vermutlich Glätte, teilte eine Polizeisprecherin gestern mit.

Viele Unfälle wegen Schnee – Schleswig-Holstein war besonders in Elbnähe betroffen.

Auch in der Nähe von Rabel (Kreis Schleswig-Flensburg) wurden am späten Donnerstagabend zwei Menschen bei einem Glätteunfall schwer verletzt. Der Wagen kam nach Angaben der Polizei von der Straße ab, überschlug sich und prallte gegen einen Mast. Weitere Glätteunfälle rund um Neumünster verliefen laut Polizei glimpflicher.

Die größten Probleme mit glatten Straßen gab es jedoch im südlichen Schleswig-Holstein. Dort kam es gestern früh immer wieder zu Schneefällen. Aufgrund der Glätte krachte es in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn innerhalb kurzer Zeit ganze 24 Mal, dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt.„In Stormarn und Lauenburg lag gestern Morgen Neuschnee in Höhe von vier Zentimetern“, sagt Diplom-Meteorologe Sebastian Wache. Stellenweise soll die Schneedecke auf bis zu sieben Zentimeter angewachsen sein. Auf ihrer Fahrt zum Einsatz rutschten gestern Morgen zwischen Geesthacht und Lauenburg zwei Linienbusse von der Straße.

Auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gab es gestern durch den Schneefall Verkehrsbehinderungen. In Hamburg war die Stadtreinigung ab 3.30 Uhr mit rund 100 Streufahrzeugen auf den Hauptverkehrsstraßen im Einsatz. Die Autobahn 7 war bei Marmstorf in Richtung Süden am Morgen zeitweise gesperrt. Dort stellten sich auf glatter Straße zwei Lastwagen quer, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitstelle. Ansonsten lief der Verkehr zunächst einigermaßen störungsfrei auf den Straßen der Hansestadt.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es die meisten Unfälle in den Kreisen Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte, wo auch die größten Schneemengen fielen: Auf der Landesstraße 273 bei Altentreptow fuhr ein Autofahrer gegen einen Baum und wurde schwer verletzt. Bei Seedorf rutschte ein Schulbus in einen Graben. Die zwei mitfahrenden Schüler blieben unverletzt. Drei Leichtverletzte registrierte die Polizei in Nordwestmecklenburg. Die Autobahn 14 nordöstlich von Schwerin musste in Richtung Süden gesperrt werden, weil sich ein Lastwagen quergestellt hatte. Behinderungen gab es unter anderem auch auf der Autobahn 19 Rostock–Berlin bei Wittstock.

In Niedersachsen fiel teilweise die Schule aus, es kam zu Sperrungen im Bahnverkehr. Im Harz kamen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee vom Himmel.kad

Es bleibt ungemütlich

Nach Tief „Egon“ zieht heute ein weiteres Tiefdruckgebiet von der Nordsee kommend über Hamburg weiter nach Osten. „In der Nacht zu morgen kann es daher in Schleswig- Holstein zu Schneeregen und Graupelschauern kommen“, sagt Diplom- Metereologe Sebastian Wache. Am morgigen Sonntag klart es dann auf. „Die Temperaturen bleiben jedoch nachts im Frostbereich.“

LN

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