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Norddeutschland Ehefrau angezündet: Mann muss lebenslang in Haft
Nachrichten Norddeutschland Ehefrau angezündet: Mann muss lebenslang in Haft
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20:10 25.05.2016
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Lüneburg

Erst sah es nach einem Unglücksfall aus, doch die Spuren deuteten darauf hin, dass es um einen besonders grausamen Mord ging. Ein Mann hat in Bergen seine Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet. Das Landgericht Lüneburg verurteilte den 36-Jährigen zu lebenslanger Haft. Die 43-Jährige war nach einem zweiwöchigem Todeskampf gestorben. Außerdem stellte das Gericht wie von der Staatsanwaltschaft gefordert eine besondere Schwere der Schuld fest. Eine Freilassung schon nach 15 Jahren ist damit nur im Ausnahmefall möglich.

Zu der Tat kam es im Wohnzimmer des gemeinsamen Hauses. Die fünf Kinder waren in der Schule. Laut Staatsanwaltschaft wollte sich der Jeside eine zweite Frau aus dem Irak holen, damit sei die Ehefrau nicht einverstanden gewesen. Der Mann habe grausam und aus niedrigen Beweggründen gehandelt, betonte die Vertreterin der Anklage. Dem folgte das Schwurgericht im Wesentlichen, es erkannte auf Mord und schwere Brandstiftung mit Todesfolge.

„Das ist ein brutaler Mann, der Angeklagte“, sagte der Vorsitzende Richter Franz Kompisch. „Er ist schlicht und ergreifend ein Mörder.“ Die Tat stehe „auf unterster Stufe“, nichts spreche zugunsten des Mannes. Dabei sei die neue Frau nur einer von mehreren Aspekten der Tat gewesen. „Es war nichts mehr zu holen“ – das sei das Hauptmotiv gewesen. Jahrelang hatten die Verwandten der Frau Geld beigesteuert, der Mann arbeitete nicht. Dann hatte die Familie die Zahlungen eingestellt, die 43-Jährige selbst verfügte über keine Mittel. „Das war das Todesurteil“, zeigte sich das Gericht überzeugt. Außerdem habe sich der verschuldete Mann von einer neuen Hochzeit und der Beerdigung traditionell übliche Geldgeschenke versprochen. Der 36-Jährige bestritt die Vorwürfe bis zuletzt.

LN

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