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Norddeutschland Ein Konzertsaal mit Strahlkraft
Nachrichten Norddeutschland Ein Konzertsaal mit Strahlkraft
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18:24 12.01.2017
Quelle: dpa
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Hamburg

2100 Gäste feierten den großen Tag in der Elbphilharmonie, darunter der Kieler Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) mit Partnerin, viele tausend Hamburger feierten drumherum.
„Die Elbphilharmonie, die wir heute eröffnen, ist eine Einladung an die Welt, nach Hamburg zu kommen, sich dieses großartige Gebäude anzuschauen und die Musik zu genießen“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Sie solle aber auch immer „ein Gebäude für alle Bürger sein“.

Auch in Schleswig-Holstein ist die Begeisterung groß. „Die Elbphilharmonie entfaltet eine enorme Strahlkraft für den ganzen Norden, kulturell und auch touristisch“, sagte Albig. Das Konzerthaus sei ein „wertvoller neuer Diamant für das Kulturleben in Norddeutschland“. Auch das Schleswig-Holstein Musik Festival freue sich über diese zusätzliche, herausragende Spielstätte. Für Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) ist Elphi „ein Wahrzeichen für ganz Norddeutschland – wir können gemeinsam stolz darauf sein“.

Nach knapp zehn Jahren Bauzeit ist die Hamburger Elbphilharmonie mit einem Konzert eröffnet worden. Zu den 2100 geladenen Gästen gehörten Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Daniel Günther (CDU), Oppositionsführer im Kieler Landtag, sagte, es sei toll, dass Schleswig-Holstein in unmittelbarer Nachbarschaft nun ein Konzerthaus habe, das in der Liga der bedeutenden Säle der Welt mitspielen kann. Schauspieler Armin Mueller-Stahl sprach von einem „großen Tag für Hamburg und die internationale Musikwelt“. Ilona Jarabek, Chefin der Lübecker MuK, fürchtet sich nicht vor der Konkurrenz. Sie regte an, die Musik- und Kongresshalle in „Ostseephilharmonie“ umzubenennen.

Sorgen macht sich der geschäftsführende Direktor des Lübecker Theaters Christian Schwandt. Er erwartet, dass die Elbphilharmonie Publikum von seinem Haus abzieht. „Wir können gegen den Reiz des Neuen nur ankommen, wenn wir außergewöhnliche Angebote machen.“

Hamburg neues Wahrzeichen erklingt: Nach zehnjähriger Bauzeit wird die Elbphilharmonie am Mittwoch eröffnet. Sie ist weit mehr als nur ein Konzerthaus – der gläserne Neubau mit seiner kühn geschwungenen Dachlandschaft erhebt sich auf dem Sockel eines ehemaligen Kaispeichers an der westlichen Spitze der Hafencity.

Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) glaubt, dass die Elbphilharmonie bald ein international bekanntes Wahrzeichen der Stadt sein könnte wie es der Tower für London oder der Eiffelturm für Paris ist. 789 Millionen Euro hat die Hansestadt in den wellenförmigen, verspiegelten Prachtbau investiert. Er ist bis zu 110 Meter hoch, nur 22 Meter weniger als der Michel. Der gläserne Aufbau über dem Kaispeicher wiegt 78 000 Tonnen.

Zum Festakt gestern Abend war viel Prominenz gekommen, Bundespräsident Joachim Gauck ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das erste Konzert gab das NDR-Elbphilharmonie-Orchester, eine musikalische Reise von der Renaissance bis zur Gegenwart unter Leitung von Thomas Hengelbrock.

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