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Norddeutschland Ein echter Nagel fürs Ministerium
Nachrichten Norddeutschland Ein echter Nagel fürs Ministerium
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13:26 11.02.2016
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Kiel

Mehr als 30 Jahre lang hing sein Ölgemälde in der Autobahn- Raststätte Gudow-Süd und sollte nahe der Grenze zur DDR eine künstlerische Brücke zwischen beiden Teilen Deutschlands sein. Dann kam die Wiedervereinigung, und das Kunstwerk von Peter Nagel (74) geriet in Vergessenheit. Von Cola-Automaten zugestellt fristete das zehn Meter lange Gemälde ein Schattendasein. Jetzt hängt das Bild im Sitzungssaal des Kieler Wirtschaftsministeriums — zur Besichtigung nach Absprache.

Zum symbolischen Preis von 20 Euro hatte der Künstler sein altes Bild von der Tank & Rast zurückgekauft. Von 1982 bis 1984 war es als Auftragsarbeit für die Raststätte entstanden. „Als ich es wiederentdeckte, war es in einem elendigen Zustand“, sagt der Künstler, der für die Ahnengalerie im Lübecker Rathaus Ex-Bürgermeister Michael Bouteiller (SPD) in Öl festhielt.

Auf der Autobahnbrücke sind Familienmitglieder Nagels, auch er selbst, im Bild festgehalten. Der Fahrer der ehemaligen Sozialministerin Gitta Trauernicht stand ebenso Modell wie Fußballer des TSV Flintbek. Signieren wollte der Künstler das Bild nicht. Stattdessen malte er nachträglich einen kleinen Nagel ins Gemälde.

sen/ctö

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