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Norddeutschland Einsatz für „Sally“: Wüstenbussard soll Flugzeuge schützen
Nachrichten Norddeutschland Einsatz für „Sally“: Wüstenbussard soll Flugzeuge schützen
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14:36 25.07.2016
Falkner Herbert Boger mit Wüstenbussard „Sally“: Sie haben am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel eine verantwortungsvolle Aufgabe. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Hamburg

. Die Turbinen heulen auf, ein Urlaubsflieger schwingt sich in die Luft. 50 Meter weiter sitzt „Sally“ ungerührt auf dem Arm ihres Falkners. Sally ist ein Wüstenbussard und hat einen wichtigen Job. Sie soll von dem Gelände des Hamburger Flughafens Vögel vertreiben, die eine Gefahr für den Luftverkehr werden könnten.

Auf dem 470 Hektar großen Gelände des Airports Hamburg gibt es 20 „vogelschlagrelevante“ Arten wie Tauben, Enten, Elstern, Krähen und Möwen, sagt der gelernte Förster und Verantwortliche des Flughafens für Biotopmanagement und Vogelschlag, Markus Musser. Jährlich gebe es in Hamburg 30 bis 40 Zusammenstöße mit Vögeln, darunter ein bis zwei schwere Vorfälle. Seit drei Jahren arbeiten Herbert Boger und seine Vogelschar für den Flughafen. Wüstenbussard „Sally“ kümmert sich eher um die ungebetenen Besucher in Bodennähe, sie ist eine Kurzstreckenjägerin.

„Die Falken bewegen sich in größerer Höhe“, sagt Boger. Oft reiche schon die Silhouette der Falken, und die anderen Vögel würden die Flucht ergreifen.„Aber etwa 15 bis 20 Tiere werden von den Greifvögeln auch gegriffen“, sagt Markus Musser. „Und das spricht sich unter den Krähen herum. 2013 waren an manchen Tagen mehr als 1000 Rabenkrähen hier. Heute sind es selten mehr als 100.“

LN

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