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Norddeutschland Elektro-Busse namens „Olli“ rollen durch Jütland
Nachrichten Norddeutschland Elektro-Busse namens „Olli“ rollen durch Jütland
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18:27 06.08.2016

Politische Dummheit gefährdet Kulturerbe: Das dänische Kulturerbe muss bewahrt werden. Da sind sich alle Parteien im Folketing, dem dänischen Parlament, einig.

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aus Dänemark

Sie haben aber mit einer politischen Dummheit genau diese Bewahrung in Gefahr gebracht. Denn sie beschlossen, dass die staatliche Förderung der Arbeit zur Sicherung des Kulturerbes in Höhe von rund 13 Millionen Kronen (rund 1,6 Mio. Euro) nicht mehr sieben überregionalen Zentren, sondern 75 Museen direkt überwiesen wird. Diese Museen müssen aber für ihre Arbeit Mehrwertsteuer zahlen. Daher müssen sie ein Viertel des Staatszuschusses – rund 403 000 Euro – den Steuerbehörden überweisen. Und nach Medienberichten stehen jetzt die ersten Kündigungen von Mitarbeitern an, weil die Museen sie nicht mehr bezahlen können. Die Politiker haben ihren Fehler zwar schon längst erkannt. Aber sie haben nach Darstellung des Online-Magazins Altinget nicht die Kraft aufgebracht, eine rasche Korrektur zu beschließen. Stattdessen wollen sie sich mit dem Plan der Regierung abfinden, erst im Haushalt 2017 mehr Geld für die Sicherung des dänischen Kulturerbes vorzusehen.

Fahrerlose Busse in Himmerland: Die Großgemeinde Vesthimmerland in Nordjütland will Pionier beim Einsatz „autonomer“, sprich: ohne Chauffeur selbständig fahrender Autos werden. Ab September sollen nach einem Bericht der Zeitung Information etwa 40 Mitarbeiter der kommunalen Sozial-, Gesundheits- und Schulbehörde mit selbstfahrenden Elektro-Bussen namens „Olli“ in dem dünn bevölkerten, sehr ländlich geprägten Landkreis unterwegs sein, nicht mehr mit herkömmlichen Autos. Das soll Zeit und Geld sparen, denn die Mitarbeiter können während der Fahrt ihre Einsatzprotokolle schreiben oder sich auf den Einsatz vorbereiten, statt das Gefährt steuern zu müssen. Der Elektrobus „Olli“ hat Platz für bis zu zwölf Personen. Er wird von der US-Firma Local Motors gebaut – teilweise mit Komponenten aus dem 3-D-Drucker. Laut Local Motors gibt es Gespräche mit rund einem Dutzend weiterer Städte rund um den Globus, darunter auch Berlin.

Jeder neunte Däne schwer gestresst: Die Dänen gehören zwar zu den glücklichsten Menschen der Welt. Das gilt aber offenbar nicht für viele Angehörige der Unter- und der Oberschicht.

Das hat eine Untersuchung der Gesellschaft für Psychiatrie (Psykiatrifonden) unter 4000 Dänen ergeben. Danach haben elf Prozent der Befragten berichtet, es gehe ihnen psychisch sehr schlecht, sie fühlten sich stark gestresst und überfordert. Menschen aus der sozialen Unterschicht geben danach an, von der Sozialbehörde und der Arbeitsagentur werde ihnen immer wieder bestätigt, dass sie Nichtskönner und Versager seien. Die andere Gruppe sind demnach Menschen mit guter Ausbildung und erfolgreicher Karriere, die aber das Gefühl haben, die Erwartungen der Umwelt und ihre eigenen Anforderungen an sich selbst nicht mehr erfüllen zu können.

LN

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