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Norddeutschland Eltern fordern Halal-Fleisch in Hamburger Schulkantine
Nachrichten Norddeutschland Eltern fordern Halal-Fleisch in Hamburger Schulkantine
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16:26 12.09.2018
Streit um Halal-Angebot in Schulen in Hamburg. Quelle: Ralf Hirschberger
Hamburg

Eine Debatte um Halal-Fleisch an einer Schule in Hamburg erhitzt in der Hansestadt aktuell die Gemüter. Ein Elternratsvorsitzender an einer Schule im Stadtteil Billstedt hatte vehement gefordert, dass es künftig Halal-Fleisch in der Kante geben müsse. Das berichtet die Hamburger Morgenpost. 

Nun hat sich auch der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) in der Debatte zu Wort gemeldet. Hamburger Schüler hätten keinen Anspruch auf ein Schulessen, das nach religiösen Riten zubereitet wird. Dies gelte auch für die Islam-Regel, wonach Fleisch nur dann „halal“ ist, wenn es von geschächteten Tieren stamme.

Nach Recherchen des „Abendblatts“ wird an mindestens drei Hamburger Schulen Halal-Fleisch angeboten. Rabe kündigte eine juristische Prüfung an. Hintergrund ist, dass das Schächten unbetäubter Tiere nur in Ausnahmefällen gestattet ist. Nach Angaben des Caterers werden die Tiere jedoch kurz vor dem tödlichen Kehlschnitt betäubt.

Wenn man versuche, „die Vielfalt dieser Stadt in den Speiseplan zu pferchen“, so Rabe, dann könne man „außer Kartoffelbrei nichts mehr essen“.

Von epd/ewo

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