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Norddeutschland DNA-Analyse lässt auf sich warten
Nachrichten Norddeutschland DNA-Analyse lässt auf sich warten
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06:00 06.11.2018
Förster Oliver Christmann steht an einer Polizeiabsperrung. Christmann hatte bei Neu Sülbeck einen menschlichen Schädel gefunden, die Polizei entdeckte unweit menschliche Knochen. Quelle: Michael Behns
Ratzeburg/Lüneburg

Die Herkunft der menschlichen Überreste, die Anfang Oktober in einem Waldstück östlich von Lüneburg entdeckt wurden, ist weiter unklar. Der Schädel und die Knochen würden jetzt im Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) untersucht, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei hatte nach dem mysteriösen Fund spekuliert, möglicherweise auf Überreste der seit Januar 1999 vermissten Ratzeburger Geschäftsfrau Monika Crantz gestoßen zu sein. Hartmut Crantz, Ehemann der Vermissten, war in einem Aufsehen erregenden Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt worden – obwohl die Ermittler nie eine Leiche hatten präsentieren können.

„Wir wollen das Verfahren beschleunigen“, begründete der Lüneburger Polizeisprecher Kai Richter die Maßnahme, die Knochenfunde vom Landeskriminalamt (LKA) Hannover an die UKE-Rechtsmedizin weiterzureichen. Dort soll eine DNA-Untersuchung der Knochen möglichst bald klären, ob die gefundenen Leichenteile zu Monika Crantz gehören. Die Entfernung zwischen Fundort und Ratzeburg entspricht nach Polizeiangaben sehr genau der Kilometerzahl, die Hartmut Crantz am Tage des Verschwindens seiner Ehefrau mit einem gemieteten Auto zurückgelegt hatte. Die Polizei hatte das betreffende Waldstück bereits seinerzeit abgesucht – ohne Erfolg. Jetzt war ein Förster zufällig auf die Menschenknochen gestoßen.

ctö

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