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Norddeutschland Erhöhte Sicherheitsstufe bei der Kieler Woche
Nachrichten Norddeutschland Erhöhte Sicherheitsstufe bei der Kieler Woche
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20:10 07.06.2017
Kiel

. Nach den jüngsten Terroranschlägen verschärft die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für die Kieler Woche (17. bis 25. Juni). „Besucher werden die Kieler Woche in diesem Jahr in etwas anderem Gewand erleben“, sagte der Kieler Polizeichef Thomas Bauchrowitz im Vorfeld des Sommerfests. Deutlich mehr Einsatzkräfte, feste Kontrollpunkte in der Innenstadt und mobile Wachen sollen dafür sorgen, dass Millionen unbeschwert feiern können.

Bauchrowitz sprach von einem Kompromiss zwischen dem, was angesichts der Sicherheitslage in Deutschland erforderlich sei und dem Charakter der Festwoche, „der ja unser freiheitliches Leben ein stückweit repräsentiert“. Diesen dürfe das Sicherheitskonzept „nicht gänzlich“ einschränken. Im Vergleich zu 2016 seien noch einmal 50 Prozent mehr Beamte im Einsatz. Bereits im Vorjahr hatte die Polizei die Zahl der Einsatzkräfte um 30 Prozent gegenüber 2015 erhöht. Genaue Zahlen will Bauchrowitz nicht nennen.

Zur Kieler Woche werden Ende Juni rund drei Millionen Gäste erwartet. In der Innenstadt und am Wasser sind dann wieder zahlreiche Bühnen aufgebaut. Hunderte Bands spielen auf Bühnen zwischen dem Segelzentrum in Schilksee und der Hörn. Die meisten Konzerte sind kostenlos.

Mit mobilen Wachen will die Polizei „sichtbare Präsenz“ an Kiels tollen Tagen zeigen. Wer mit dem Auto in die Innenstadt will, braucht Geduld. Staus sind wahrscheinlich. Grund sind neu eingerichtete Kontrollpunkte der Polizei. Besucher und Anwohner müssen im Innenstadtbereich mit Einschränkungen rechnen.

„Wir werden in diesem Jahr zusätzlich die Außensicherheit der Kieler Woche durch ein umfangreiches Sperr- und Kontrollkonzept ergänzen“, sagte Bauchrowitz. Der vergleichsweise große Veranstaltungsbereich solle durch „eine Verlangsamung des Straßenverkehrs“ und Kontrollen geschützt werden. Die Kontrollstellen wollen die Beamten mit Barrieren und großen Sandsäcken sichern.

Polizei und die Stadt als Veranstalter haben das Sicherheitskonzept zusammen erarbeitet. Für Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) ist das Ziel eine Mischung aus „offenen Sommerfest für jedermann und einer abschreckenden Wirkung für Attentäter“.

LN

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