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Norddeutschland Erleichterung bei den Skippern
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21:30 14.12.2017
Traditionsschiffe bei der Hanse Sail vor Warnemünde. Im Streit um eine neue EU-Sicherheitsverordnung gibt es jetzt Annäherung. Quelle: Foto: Wüstneck/dpa
Berlin

„Wir haben uns grundsätzlich auf eine neue Verordnung einigen können“, sagte Jan-Matthias Westermann, Vorsitzender des Dachverbandes GSHW, gestern Abend den LN. Das Berliner Ministerium sowie die Behörde hätten sich in allen strittigen Punkten „diskussions- und veränderungsbereit“ gezeigt, es habe „ein Arbeitsklima des Miteinandersprechens und Zuhörens“ geherrscht, freute sich Westermann.

Der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU), der sich in den vergangenen Wochen mehrfach persönlich in die Gespräche eingeschaltet und mit Traditionsschiffern gesprochen hatte, aber gestern in Brüssel weilte, unterstrich seine grundsätzliche Position: „Wir wollen die Traditionsschiffe in Deutschland erhalten und sie fit für die Zukunft machen. Heute sind wir dabei einen großen Schritt weiter gekommen.“ Gemeinsam mit den Verbänden habe man Lösungen entwickelt, „wie die historischen Schiffe sicher für Besatzung und Passagiere bleiben“. Mit einem speziellen Förderprogramm im Umfang von 20 Millionen Euro sollen die Vereine bei den notwendigen Umbauten unterstützt werden. Statt zum 1. Januar 2018 werde die neue Verordnung nun zu Beginn der kommenden Saison, also etwa April/Mai 2018, in Kraft treten, hieß es.

Der GSHW-Vorsitzende Westermann zeigte sich zufrieden, dass es dabei Übergangsfristen von fünf Jahren sowohl für die technische Umrüstung der Schiffe, als auch für die Sicherheitsfragen, etwa die Seediensttauglichkeit von Kapitänen, die Erste-Hilfe-Ausbildung von Besatzungsmitgliedern, für Brandschutzausrüstungen und anderes mehr geben wird. Wichtig sei ebenfalls die Einrichtung einer Ombudsstelle, die bei strittigen Fragen angerufen werden könne.

Noch vor Weihnachten werde die jetzt erarbeitete Fassung der Verordnung den fünf Küstenländern zugestellt, die sich für ihre Traditionsschiffe engagiert hatten. Danach geht die Vorschrift zur Notifizierung an die EU, hieß es in Berlin. An den gestrigen Verhandlungen nahmen neben dem Dachverband GSHW auch die Stiftung Hamburg Maritim, der Museumshafen Oevelgönne e.V., die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Museumshäfen sowie die Zulassungsbehörde und die Dienststelle Schiffssicherheit bei der Berufsgenossenschaft Verkehr teil.

Von Reinhard Zweigler

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