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Norddeutschland Erste „Tornados“ zu Syrien-Einsatz gestartet
Nachrichten Norddeutschland Erste „Tornados“ zu Syrien-Einsatz gestartet
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22:16 10.12.2015
Vor dem Start hatte der Kommandierende General des Luftwaffentruppenkommandos, Generalleutnant Helmut Schütz, den Soldaten in einem militärischen Appell Mut zugesprochen. Quelle: afp
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Jagel

Die beiden ersten deutschen „Tornado“-Jets sind am Donnerstagvormittag vom schleswig-holsteinischen Jagel aus zu ihrem Antiterror-Einsatz in Syrien aufgebrochen. Erste Station der Aufklärungsjets ist Incirlik in der Türkei. Von dort sollen sie voraussichtlich im Januar zu ihren ersten Aufklärungsflügen aufbrechen, um mit den dabei gewonnen Daten den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Ebenfalls von Jagel aus machte sich am Vormittag ein Vorauskommando aus rund 40 Soldaten in einem Airbus A400M auf den Weg in die Türkei.

Vor dem Start hatte der Kommandierende General des Luftwaffentruppenkommandos, Generalleutnant Helmut Schütz, den Soldaten in einem militärischen Appell Mut zugesprochen. „Ich weiß, was es für ein Kraftakt sein muss, für sie und auch für ihre Familien“. Der Einsatz sei nicht risikolos, aber die Soldaten seien gut trainiert und vorbereitet. Der IS terrorisiere gewaltsam und mit äußerster Brutalität nicht nur eine ganze Region, sondern verübe mittlerweile Anschläge überall auf der Welt, sagte Schütz. So wie am 13. November in Paris mit 130 Toten.

Frankreich hatte danach die anderen EU-Staaten um Mithilfe im Kampf gegen die Terroristen gebeten. Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag die Entsendung von maximal 1200 Soldaten beschlossen. 

Ebenfalls am Donnerstag ist von Köln-Wahn aus ein Tankflugzeug gestartet. Die Treibstoffversorgung in der Luft ermöglicht den Piloten längere Angriffsoperationen. Die deutschen Piloten sollen die Nationen unterstützen, die Luftangriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen fliegen.

„Deutschland und die Bündnispartner erwarten ausgesprochen viel von Ihnen“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) an das Vorkommando gewandt. Die Lage in der Region sei unübersichtlich, es gebe große Risiken. „Doch ich weiß, Sie sind die Spezialisten für Luftaufklärung. Die Besten, die unsere Bundeswehr für diese Aufgabe hat.“ Gleichwohl sei der Einsatz gefährlich. Albig sicherte den Soldaten die Unterstützung des Landes und der Gesellschaft zu, bevor er dem Geschwaderkommodore Oberst Michael Krah die Landesfahne überreichte.

Insgesamt sollen sechs „Tornados“ zum Einsatz kommen. Nach vorläufigen Planungen soll das Geschwader aus Jagel vier der ersten sechs Maschinen stellen, das Taktische Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel in Rheinland-Pfalz die beiden anderen.

Der Einsatz in Syrien gilt als eine der heikelsten Missionen in der Geschichte der Bundeswehr. Generalleutnant Schütz ist aber überzeugt: „Das Risiko ist aus unserer Sicht beherrschbar.“ Die Einsatzkräfte seien „rundum vorbereitet“.

Zum deutschen Beitrag gehört auch die Fregatte „Augsburg“. Sie hat sich einem multinationalen Verband des Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ angeschlossen. Zusammen mit Kriegsschiffen aus Großbritannien, Belgien und Frankreich soll sie den Flugzeugträger bei seinem Einsatz gegen den IS schützen.

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