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Norddeutschland „Es gibt nur einen Donald“
Nachrichten Norddeutschland „Es gibt nur einen Donald“
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18:31 15.04.2017
Das Donaldisten-Trio der SPD mit Kai Dolgner, Thomas Rother und Wolfgang Baasch (v. l.): „Entenhausen ist nicht Washington.“ Quelle: Foto: Janssen
Lübeck

Eingefleischte Fans der berühmtesten Ente der Welt, Donald Duck, haben ein kleines Problem. Seit der neue US-Präsident auf den gleichen Vornamen hört, fühlt sich die „Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus“ (D.O.N.A.L.D.) zu einer Distanzierung genötigt. „Wir betrachten jeglichen Bezug zwischen Herrn Trump und den Belangen unserer Organisation als konstruiert und sprechen uns entschieden gegen die Bezeichnung der Anhänger des Herrn Trump als Donaldisten aus“, heißt es auf der Internet-Seite. Auf Twitter diskutierten Donaldisten bereits darüber, ob die Ente sich nicht lieber umtaufen lassen sollte. Wolfgang Baasch (59) hält das für Quatsch. „Donald lebt in seinem eigenen Kosmos in Entenhausen, da kann Donald Trump aus Washington nicht hineinregieren“, ist der Lübecker SPD-Abgeordnete überzeugt. „Nicht Donald Duck muss seinen Namen ändern, die Amerikaner müssen sich einen neuen Präsidenten suchen“, sagt er, dessen Arbeitszimmer ganz Donald gewidmet ist, mit Comics, Bildern und Skulpturen. Schon früh ging Baaschs Taschengeld für Comics drauf, genau wie bei seinem Lübecker Kollegen Thomas Rother (57).

„Ich sammle schon lange und bin immer wieder bei den Geschichten von Carl Barks gelandet“, erzählt er. „Donald Duck ist ein ganz besonderer Typ und die Symbolfigur der Entrechteten.“ Trump könne der Ente nichts anhaben, meint Rother.

Die beiden Lübecker SPD-Abgeordneten entdeckten in ihrer Landtagsfraktion noch einen dritten organisierten Fan: Kai Dolgner. „Ich war schon lange Donaldist, bevor ich in die Politik gegangen bin“, sagt der 47-Jährige. „Donald Duck ist durch Höhen und Tiefen gegangen. Kaum ein Wesen hat mehr Enttäuschungen erlebt als er. Dagegen ist Donald Trump doch nur eine Fußnote, ein Irrläufer der Geschichte“, sagt Dolgner. Zum Donaldisten-Kongress am 1. April in Hamburg konnte übrigens keiner der drei fahren – der Wahlkampf machte es unmöglich.

cri

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