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Norddeutschland Es reicht ihm: Prinz Henrik geht in Pension Was ist los bei unseren dänischen Nachbarn? LN-Redakteur Rüdiger Wenzel blickt in den Norden
Nachrichten Norddeutschland Es reicht ihm: Prinz Henrik geht in Pension Was ist los bei unseren dänischen Nachbarn? LN-Redakteur Rüdiger Wenzel blickt in den Norden
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20:17 09.01.2016

Prinz auf dem Altenteil: Er stand immer hinter seiner Gattin in der zweiten Reihe, weil das Protokoll es so will. Seit Jahresbeginn hat er sich noch weiter zurückgezogen: Seine königliche Hoheit, Prinzgemahl Henrik von Dänemark, ist mit 81 Jahren in Pension gegangen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der dänischen Monarchie, dass der Ehepartner des Königs beziehungsweise der Königin sich selbst in den Ruhestand versetzt. Die Folgen konnten die Dänen auch gleich zu Jahresbeginn sehen: Königin Margrethe II. fuhr ohne ihren Gemahl in goldener Kutsche durch Kopenhagens Innenstadt ins Schloss Christiansborg zu den traditionellen Neujahrsempfängen für das diplomatische Korps sowie hochrangige Vertreter des öffentlichen Lebens. Auch diese Empfänge absolvierte sie ohne den Prinzen an ihrer Seite.

Kindern droht der Tod: Die geplante Verschärfung des dänischen Zuwanderungsgesetzes wird das Leben von Kindern gefährden, einige werden sterben. Davor haben laut der Tageszeitung „Politiken“

Flüchtlingsorganisationen wie Red Barnet und das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR während einer Anhörung zu den Plänen der dänischen Regierung zur weiteren Begrenzung der Zuwanderung gewarnt. Die Kritik richtet sich vor allem dagegen, dass Flüchtlinge mit befristetem Aufenthaltsrecht erst nach drei Jahren Recht auf Familienzusammenführung erhalten sollen. Wenn Frau und Kinder so lange in einem von Bürgerkrieg verheerten Land wie Syrien leben müssen, werde das Leben und Überleben von Kindern aufs Spiel gesetzt, zitiert die Zeitung den Vertreter von Red Barnet, der dänischen Abteilung von Save the Children.

Meeresspiegel steigt schneller: Nach warmen Sommern fließt viel mehr Schmelzwasser von Grönlands riesigen Gletschern, dem Inlandseis, ins Meer als bisher erwartet. Das kann dazu führen, dass der Meeresspiegel infolge der globalen Klimaerwärmung schneller steigt als bisher von den Klimaforschern erwartet. Über dieses Ergebnis neuer Forschungen des Programms „nationale geologische Untersuchungen Dänemarks und Grönlands“ (Geus) berichtet das Internet-Wissenschaftsmagazin videnskab.dk. Die Forscher haben demnach festgestellt, dass sich nach warmen Sommern in wenigen Metern Tiefe in Grönlands Inlandseis eine Eisschicht bildet. Sie verhindert, dass beim Abschmelzen des Neuschnees im Sommer das Schmelzwasser zunächst in die 40 Meter dicke Altschnee-Schicht des Inlandseises einsinkt und erst in den Nordatlantik strömt, wenn das ganze Inlandseis mit Wasser gesättigt ist. Die Sperrschicht verringert somit die Speicherfähigkeit des Eispanzers auf der Insel erheblich.

• Der Bericht ist veröffentlich im Magazin Nature Climat Change

LN

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