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Norddeutschland Es wird bayerisch: Wiesn im Norden
Nachrichten Norddeutschland Es wird bayerisch: Wiesn im Norden
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22:52 19.09.2016
Viele Menschen im Norden suchen sich für das Oktoberfest zurzeit die passenden Trachten, etwa bei Peek & Cloppenburg in Lübeck. Verkäuferin Hanna Detlefsen (22) hat die Modelle schon mal getestet. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

„O’zapft is“: Mit diesen traditionellen Worten hat am Sonnabend in München die Wiesn begonnen – und auch der Norden ist bereits in Oktoberfest-Stimmung. In Bad Segeberg wurde die weiß- blaue Party ebenfalls am vergangenen Wochenende eröffnet. Dieses Jahr wird ein Wochenende länger auf dem Möbel-Kraft-Parkplatz gefeiert, zudem ist das Zelt um etwa 300 Sitzplätze erweitert worden.

In den kommenden Wochen gibt es in der Region viele weiß-blaue Partys. Die Nachfrage nach passenden Trachten zum Fest ist groß.

In Lübeck starten die großen Veranstaltungen erst in der kommenden Woche: Am 30. September geht das Oktoberfest auf dem Parkplatz des Hagebaumarktes an der Lohmühle los, einen Tag später beginnt die Party in der Musik- und Kongresshalle (MuK). Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Für den ersten Veranstaltungstag sind wir bereits zu 80 Prozent ausverkauft“, berichtet Cristoph Lüdtke vom Media Consult Eventmanagement, das die Feier in der MuK organisiert. Bis zu 2000 Besucher können dort Weißbier trinken, bayerische Spezialitäten essen und dazu passende Musik hören. 800 Sitzplätze gibt es im Festzelt an der Lohmühle, auch dafür lägen bereits viele Reservierungen vor, sagt Veranstalter Henning König. „Oktoberfest zu feiern ist zurzeit einfach mega-in.“

Und das wollen immer mehr Norddeutsche auch in traditioneller Kleidung machen. „Die Nachfrage nach Trachten ist groß“, sagt Ann-Kathrin Klindworth, Damen-Abteilungsleiterin bei Peek & Cloppenburg in Lübeck. „Sie ist dieses Jahr erneut stark gestiegen, weil es in der Region mehr Feiern gibt als in der Vergangenheit.“ Auf einem Ständer im Eingangsbereich des Modegeschäfts sind nur noch wenige Dirndl-Modelle zu finden, diese Woche soll noch einmal eine neue Lieferung hereinkommen. „Wer noch etwas sucht, sollte sich beeilen“, sagt Klindworth. Die meisten Kundinnen seien Mitte 20 bis Ende 30. Viele von ihnen hätten sich schon im August erkundigt, wann es die neue Oktoberfest-Mode zu kaufen gebe. „Es kommen aber auch viele junge Mädchen zu uns, die sich einfach nur mal so drei Modelle zum Anprobieren in die Umkleidekabine mitnehmen, um dort Selfies zu machen.“

Neben dem klassischen Dirndl in Blau oder gedeckten Naturfarben würden von den Frauen auch Janker und Karo-Blusen gerne gekauft. „Der Vorteil ist, dass sie nicht ganz so teuer sind und sich auch hinterher noch zu anderen Anlässen tragen lassen“, sagt Klindworth. Bei den Männern müsste es dagegen meist das klassische Komplett-Outfit sein, „mit Lederhose, Hemd und Wadenwärmern“, berichtet Herren-Abteilungsleiter Martin Tabbert.

Auch in den Lebensmittelgeschäften wird das Angebot an bayerischen Artikeln zum Oktoberfest immer größer, der Citti-Markt in Lübeck hat dafür zurzeit sogar eine eigene Ecke eingerichtet. Dort gibt es unter anderem weiß-blaue Tischgarnituren und Servietten, Weizengläser, Weißwürste, Speckknödel, Senf – und natürlich bayerisches Bier. „Viele Getränkemarken lassen sich inzwischen Besonderheiten zum Oktoberfest einfallen“, sagt der stellvertretende Marktleiter Marcel Dahm. „Dieses Jahr gibt es zum Beispiel sogar speziellen Wiesn-Hugo.“

Hier wird gefeiert

In der MuK wird am 1. und 2. Oktober von 18 Uhr an (Tickets: zwölf Euro) gefeiert. Der Eintritt zum Frühschoppen am 3. Oktober (11 Uhr) ist frei. Vor dem Hagebaumarkt an der Lohmühle ist das Zelt vom 30. September bis 9. Oktober aufgebaut (fünf Euro Eintritt am Wochenende). In Bad Schwartau wird vom 23. bis 25. September jeweils von 12 Uhr an auf dem Marktplatz gefeiert; bei Möbel Kraft in Segeberg noch an den kommenden drei Wochenenden (Eintritt frei).

 Janina Dietrich

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